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Google Project Stream: Assassin's Creed Odyssey gratis im Browser spielbar

02.10.2018 | 09:08 Uhr | Panagiotis Kolokythas

Google hat den Gaming-Streaming-Dienst Project Stream vorgestellt, mit dem Top-Spiele im Browser spielbar sind.

Google will auf dem lukrativen Spiele-Markt mitmischen und hat nun offiziell den Gaming-Streaming-Dienst Project Stream vorgestellt. Und der startet bereits am kommenden Freitag mit einem Top-Titel: Ubisofts Assassin´s Creed Odyssey wird für die Beta-Tester von Project Stream kostenlos im Chrome-Browser spielbar sein. Die schlechte Nachricht: Der Beta-Test findet vorerst nur in den USA statt und nur in den USA ist auch die Seite von Project Stream abrufbar.

Bei einem Gaming-Stream werden alle Daten und die Grafik auf einem Rechner in der Cloud berechnet. Nur das Videosignal wird an den Nutzer gesendet. Außerdem müssen die Steuerungssignale hin und her übertragen lassen. Damit lassen sich auch Spiele mit aufwendiger Grafik und hohen Systemanforderungen auf schwachen Rechnern spielen. Vorausgesetzt der Nutzer besitzt eine gute Internetverbindung mit möglichst geringer Latenzzeit. Denn die Steuerungssignale müssen schließlich schnell in die Cloud übertragen und dort dann im Spiel umgesetzt und das Ergebnis wieder zurück an den Spieler übertragen werden.

Assassin´s Creed Odyssey gratis auf PCs spielbar

Für die ausgewählten Teilnehmer (aus den USA) des Beta-Tests von Project Stream bedeutet dies, dass sie ab dem 5. Oktober das neue Spiel Assassin´s Creed Odyssey komplett gratis im Browser Chrome spielen können. Möglich macht dies die von Google mit dem Publisher Ubisoft vereinbarte Partnerschaft.

Unterstützt werden Windows, macOS, ChromeOS und Linux. Also alle Desktop-Betriebssysteme, für die der Chrome-Browser verfügbar ist. Gespielt werden kann wahlweise mit dem Playstation Dualshock 4 Controller, Xbox One Controller oder Xbox 360 Controller. Project Stream unterstützt also lokal am Client angeschlossene USB-Eingabegeräte. Alternativ darf natürlich auch per Maus und Tastatur gezockt werden.

Für die Teilnahme an der Beta sind ein Wohnort in den USA, ein Google-Konto und ein Ubisoft-Konto nötig. Aus allen Bewerbung wählt Google dann die Beta-Tester aus, die eine Einladung für den Test des Dienstes erhalten. Google macht allerdings deutlich, dass die Anzahl der Plätze zum Start sehr begrenzt ist. Wer in den USA lebt und sein Glück versuchen möchte, kann sich über diese Google-Seite bewerben. Tricks, wie VPN, um bei der Bewerbung zu schummeln, lohnen nicht, denn darunter dürfte die Latenzzeit stark leiden und damit der Test von Project Stream keinen Sinn machen.

Google empfiehlt für die Nutzung von Project Stream eine Internetverbindung mit mindestens 25 Megabit pro Sekunde. Die neue Technik, so Google, soll dafür sorgen, dass eine größere Zielgruppe die AAA-Spiele in ihrer ganzen Pracht genießen können. Davon sollen letztendlich also auch die Spieleentwickler profitieren, die damit mehr Gamer als zuvor erreichen können. Und entsprechend ihre Umsätze steigern können, um das Geld dann wieder in neue Spiele zu investieren.

Google macht zu diesem Zeitpunkt noch keinerlei Angaben darüber, wie lange die kostenlose Beta-Phase von Project Stream andauern wird. Es gibt auch keine Informationen darüber, ab wann der Dienst auch hierzulande verfügbar sein wird. Nur soviel verrät Google: Mit einer allgemein verfügbaren Fassung von Project Stream ist nicht in absehbarer Zeit zu rechnen.

In Project Stream verspricht Google ein Spielerlebnis mit 1080p und 60 Bildern pro Sekunde bei höchster Grafikqualität in Assassin´s Creed Odyssey. Wie das aussieht demonstriert Google in dem folgenden Video auf Youtube:

 

Alternativen zu Project Stream bereits in Deutschland verfügbar

Das gleiche Prinzip wie bei Googles neuem Dienst Project Stream setzt Sony bereits bei Playstation Now ein. Dadurch sind PS4- und PS3-Spiele auch auf einem (schwachen) PC spielbar oder können ohne Download direkt auf einer Playstation 4 gespielt werden.

Einen leistungsfähigen Gaming-PC in der Cloud bietet seit kurzem der französische Anbieter Shadow für ab 30 Euro und bis zu 45 Euro im Monat auch in Deutschland an. Im Gegensatz zu Playstation Now bietet Shadow eine deutlich bessere Grafikqualität (1080p statt nur 720p) und man erhält einen kompletten, virtuellen Windows-10-Gaming-PC in der Cloud. Ein Test von Shadow folgt in Kürze. Für das Geld erhält man Shadow einen Gaming-PC in der Cloud, der über acht dedizierte Threads auf einem Xeon Server als Prozessor verfügt. Hinzu kommen 12 Gigabyte DDR4-Speicher und 256 Gigabyte Festplattenspeicherplatz. Die Grafiklösung bietet eine Leistung, die mit der einer Nvidia GTX 1080 vergleichbar ist.

Microsoft arbeitet angeblich ebenfalls an einem Spiele-Streaming-Dienst, der wohl spätestens mit dem Nachfolger der Xbox One eingeführt wird.

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