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Google Move Mirror: Cooles KI-Experiment für Browser

20.07.2018 | 12:31 Uhr |

Move Mirror von Google ist ein etwas ausgefalleneres KI-Experiment zur Bilderkennung. Es läuft im Browser.

Google stellt mit Move Mirror ein neues, verspielteres Experiment vor, bei dem KI und maschinelles Lernen zum Einsatz kommen. Sie benötigen nur einen Browser und eine Webcam, um damit herumzuspielen. Die Webcam erkennt in Echtzeit ihre Körperhaltung und sucht dann ein dazu passendes Bild aus einer mehrere zehntausend Fotos umfassenden Fotosammlung mit abgebildeten Personen aus.

Das Experiment, so heißt es seitens Google, soll dazu einladen, Fotos auf einer neuen Art und Weise zu entdecken. Indem man sich also vor einer Webcam bewegt. Auf der rechten Seite wird passend zur eigenen Pose in Echtzeit das Foto einer anderen Person eingeblendet, die in der gleichen (oder ähnlichen) Pose zu sehen ist. Damit handelt es sich quasi um einen "magischen Spiegel", der auf die Bewegungen des Nutzers reagiert. Das Ergebnis kann auch in Form von animierten Gifs gespeichert und mit anderen Nutzern geteilt werden.

Technisch demonstriert das Experiment, wie weit fortgeschritten die Bilderkennung ist und das dafür keine teuere Hardware nötig ist. Das Ganze soll auch als Inspiration für Entwickler dienen. Im ersten Schritt kommt mit PoseNet ein Modell zum Einsatz, welches über die Webcam-Aufnahme die Pose der Person erkennt, wobei insgesamt 17 Punkte des Körpers und Gesichts erfasst und gemessen werden. Die Information landet in einer Datenbank mit über 80.000 Fotos, in der binnen eines Bruchteils einer Sekunde ein passendes Gegenstück gefunden wird. Unterstützt wird diese Routine von Tensorflow.js, einer Bibliothek, in der ein Maschinelles-Lernen-Modell direkt auf dem verwendeten Gerät läuft, in diesem Fall also im Browser. Die Bildverarbeitung und Erkennung der Pose laufen damit vollständig im Browser, dabei werden keinerlei Informationen lokal gespeichert oder an einen Server übertragen.

Mehr Infos zu Tensorflow finden Sie in diesem PC-WELT-Beitrag. Die genaueren technischen Details zum Move-Mirror-Experiment erläutert Google in diesem Blog-Eintrag.

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