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Guetzli: Google-Algorithmus lässt JPEGs schrumpfen

17.03.2017 | 10:27 Uhr |

Google hat einen neuen Algorithmus vorgestellt, der 35 Prozent kleinere JPEGs als bisherige Algorithmen generiert.

Die Ladezeiten von Websites spielen eine enorme Rolle. Die Größe hängt oft auch von den verwendeten Bildern auf den Seiten ab. Google hat nun mit dem Guetzli-Encoder einen neuen Open-Source-Algorithmus vorgestellt, der 35 Prozent kleinere JPEG-Dateien generiert, als die bisher verwendeten Algorithmen, wie etwa libjpeg. Und das auch noch mit einer besseren Qualität der komprimierten Bilder.

Guetzli (übrigens das Schweizer Wort für Keks) hat auch noch den Vorteil, dass die damit komprimierten JPEGs problemlos von aktuellen Browsern verarbeitet werden können. Das ist ein großer Pluspunkt zu WebP, welches Google noch vor wenigen Jahren als JPG-Nachfolger angepriesen hat. Laut Google funktioniert Guetzli so ähnlich wie der bei PNGs eingesetzte und ebenfalls von Google entwickelte Zopfli-Algorithmus.

Die Kompression von Bildinformationen erfolgt bei JPEGs in mehreren Stufen. Besonders effektiv sei Guetzli dabei bei der Stufe der Quantisierung. Hier verwende Guetzli ein psychovisuelles Modell. um zu entscheiden, wie viele Informationen aus einem Bild entfernt werden können, ohne die Erkennung des Bildes durch das menschliche Auge zu beeinträchtigen. Ein Nachteil sei aber, dass Guetzli signifikant mehr Zeit für die Kompression als aktuell verwendete Algorithmen benötige. Dieser Nachteil sei aber verschmerzbar, weil Guetzli deutlich kleinere JPGs bei gleicher oder höherer Qualität erzeuge.

Ein Beispiel für ein mit Guetzli kompriertes Bild (von links nach rechts: Original, libjpeg, Guetzli):

Guetzli im Einsatz
Vergrößern Guetzli im Einsatz
© Google
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