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Google entlässt Entwickler wegen sexistischem Memo

19.02.2018 | 16:54 Uhr |

Laut einem aktuellen Urteil des US National Labor Relations Board (NLRB) war die Entlassung eines Google-Mitarbeiters rechtens.

Im August 2017 sorgte der Google-Mitarbeiter James Damore für Aufsehen. Er verschickte unter dem Titel „Google’s Ideological Echo Chamber“ firmenintern ein Manifest als Memo , in dem er die „biologischen Gründe“ erklärte, weshalb weniger Frauen als Männer in der IT-Branche arbeiten. In seinem sexistischen Text kritisierte Damore Googles Diversitätsprogramm. Das Memo gelangte schließlich an die Öffentlichkeit und machte in der IT-Branche reichlich Wirbel.

Als Konsequenz für sein „Manifest“ wurde Damore schließlich gefeuert. Kurz darauf entschuldigte sich Google-Chef Sundar Pichai in einem offenen Brief bei allen Mitarbeitern. Damore wollte die Entlassung hingegen nicht auf sich sitzen lassen. Der Ex-Google-Mitarbeiter legte Beschwerde bei der Aufsichtsbehörde US National Labor Relations Board (NLRB) ein, in der er sich auf das Recht auf freie Meinungsäußerung berief. Obwohl Damore seine Beschwerde bereits im Januar wieder zurückgezogen hatte, folgte heute eine offizielle Stellungnahme des NLRB . Aus Sicht des NLRB sei die Entlassung durch Google aufgrund der diskriminierenden Äußerungen Damores rechtens.

Damore hat inzwischen selbst Klage gegen Google wegen Diskriminierung eingereicht. Der Konzern benachteiligt seiner Auffassung nach konservative weiße Männer. Unterstützung findet Damore in ultrarechten Kreisen in den USA.  

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