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Google droht Ärger wegen "Standortverlauf"-Debakel

21.08.2018 | 13:37 Uhr | Panagiotis Kolokythas

Google droht juristischer Ärger, weil es den Standort der Handy-Nutzer trotz abgeschalteter Funktion aufzeichnete.

In der vergangenen Woche war öffentlich geworden, dass Google die Standortdaten der Smartphone-Nutzer selbst dann aufzeichnet, wenn die Funktion Standortverlauf abgeschaltet ist. Ende der Woche änderte Google aufgrund der Medienberichte die Hilfetexte zum Thema Standortermittlung, um deren Funktion genauer zu beschreiben. Die Angelegenheit ist damit aber noch nicht erledigt, denn nun droht Google gleich aus zwei Seiten Ärger wegen der Angelegenheit.

US-Medienberichten zufolge hat am vergangenen Freitag ein in San Diego lebender US-Amerikaner eine Klage gegen Google eingereicht. Seine Anwälte werfen Google einen Verstoß gegen das in Kalifornien geltende Gesetz "California Invasion of Privacy Act" kurz CIPA, vor, das den Bürgern weitgehende Rechte zum Schutz ihrer Privatsphäre bei der Nutzung von Smartphones und Festnetztelefonen zusichert. Außerdem habe Google auch gegen die im US-Bundesstaat verfassungsmäßig geschützte Privatsphäre verstoßen.

Auf der anderen Seite untersucht nun auch die US-Bundeshandelskommission FTC (Federal Trade Commission) das Verhalten von Google. Es besteht der Verdacht, dass Google gegen eine Vereinbarung mit der FTC aus dem Jahre 2011 verstoßen hat. Damals hatte Google in einem Vergleich mit der Behörde zugesichert, immer genau offenzulegen, wann und warum persönliche Daten erhoben werden und den Nutzern immer die Möglichkeit zu geben, die Weitergabe ihrer Daten zu verhindern.

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