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Google Chrome will Werbeblocker aussperren

24.01.2019 | 15:02 Uhr | Denise Bergert

Google wird für seine Änderungspläne für Chrome-Erweiterungen im Manifest V3 von der Entwicklergemeinde massiv kritisiert.

Google will die Sicherheit für seinen Chrome-Browser weiter verbessern. Im Manifest V3 legte der Internet-Konzern in dieser Woche detaillierte Pläne für Beschränkungen von Chrome-Erweiterungen vor. Diese sollen künftig beispielsweise nach der Installation keinen Code mehr aus dem Internet nachladen dürfen. Im Rahmen der geplanten Änderungen soll auch die Programmierschnittstelle webRequest entfernt werden – ganz zum Ärger von Werbeblocker-Entwicklern. Denn viele von ihnen greifen auf genau diese Schnittstelle zurück, um die Anzeige von Werbung zu verhindern.

Nach der Offenlegung von Manifest V3 laufen Werbeblocker-Entwickler in dieser Woche Sturm. uBlock Origin übt harsche Kritik, während Ghostery gar mit einer Kartellklage droht. Die Entwicklergemeinde wirft dem Suchmaschinen-Konzern vor, aus wirtschaftlichen Interessen gezielt gegen Anti-Tracking-Tools und Werbeblocker vorzugehen. Google reagierte heute auf die Kritik und versucht zu beruhigen. Das Manifest V3 sei derzeit noch nicht final. Das Unternehmen wolle mit den Erweiterungsentwicklern zusammenarbeiten, damit deren AddOns auch in Zukunft im Chrome-Browser funktionieren. Dennoch lege Google aber auch sehr viel Wert darauf, die Sicherheit seiner Nutzer zu verbessern.

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