2362695

Google Chrome verbraucht bald 10 Prozent mehr RAM

13.07.2018 | 15:01 Uhr |

Die Funktion Site Isolation in Chrome 67 soll vor Spectre-Angriffen schützen, genehmigt sich dafür aber mehr RAM.

Google hat in seinem Browser Chrome in der aktuellen Version 67 eine Funktion namens Site Isolation integriert. Diese soll vor Angriffen über die Spectre-Sicherheitslücke schützen. Das Plus an Sicherheit wird jedoch durch einen gestiegenen Bedarf an Arbeitsspeicher erkauft. Laut Google benötigt Chrome hierfür zusätzliche Renderingprozesse, die wiederum die Performance reduzieren. Der Browser benötige hierfür zwischen 10 bis 13 Prozent mehr Arbeitsspeicher. Gleichzeitig will Google aber die Renderingprozesse verkleinert haben.

Die Sicherheitslücke Spectre erlaubt es Angreifern, geschützte Informationen im Speicher eines Rechners auszulesen. Konkret dürften es Hacker dabei auf Passwörter, Schlüsseldateien oder persönliche Fotos abgesehen haben. Die als wirksames Gegenmittel angesehene Funktion Site Isolation steht bereits seit Chrome 63 zur Verfügung, war bislang jedoch standardmäßig deaktiviert. Ab Version 67 ist sie für alle Nutzer aktiviert. Sie sorgt dafür, dass jeder Renderingprozess nur Zugriff auf die Informationen eines Browser-Tabs erhält. Eine verseuchte Webseite kann dadurch nicht auf die Informationen einer anderen Webseite im gleichen Browser zugreifen. Spectre und Meltdown sind jedoch nicht nur für Browser relevant. In unserem Ratgeber klären wir darüber auf, wie Sie sich schützen können.

Mit Meltdown und Spectre bedrohen Sicherheitslücken so gut wie jedes aktuelle Gerät auf dem Markt, egal ob es von einer Intel-, AMD-, ARM- oder Apple-CPU angetrieben wird. Kriminelle könnten dadurch Zugriff auf Milliarden Geräte bekommen. Wir klären in diesem Video was Meltdown und Spectre eigentlich sind, wie gefährlich die Sicherheitslücken sind und wie Ihr Euch schützen könnt. Außerdem klären wir die Frage, ob PCs durch das Sicherheitsupdate gegen Meltdown und Spectre tatsächlich Performance verlieren.


► Meltdown und Spectre: Ist meine CPU betroffen? Was muss ich tun?:
www.pcwelt.de/2322277

► Microsoft stoppt Meltdown-Spectre-Patch für AMD-PCs:
www.pcwelt.de/2322490

► Intel-CPU-Bug: Gratis-Tool SpecuCheck überprüft Rechner:
www.pcwelt.de/2322038

Interna: Warum Intel Spectre und Meltdown nicht sofort meldete

PC-WELT Marktplatz

0 Kommentare zu diesem Artikel
2362695