2330867

Google Chrome blockt ab heute „nervende Werbung“

15.02.2018 | 11:32 Uhr |

Google schaltet ab heute in Chrome den neuen Werbeblocker gegen sogenannte „bad ads“ ein, die Nutzer nerven.

Im Dezember hatte Google den Start des neuen Werbeblockers in Chrome angekündigt. Dieser wird nun ab dem 15. Februar aktiviert. Der Werbeblocker bekämpft nicht alle Werbung auf Websites, sondern nur die Werbeformen, die von der „Coalition for Better Ads“ als für die Nutzer nervend eingestuft werden. In einem Blog-Eintrag vom Mittwoch erläutert Google, wie der Werbeblocker genau arbeitet.
 
Dazu gehören beispielsweise in Desktop-Browsern Werbeelemente, die beim Öffnen einer Website ein Video mit Audio automatisch abspielen oder Werbung, die sich auf einer Website per Popup öffnet und erst nach einem Countdown wieder selbst schließt. In mobilen Browsern werden Werbeelemente geblockt, die beispielsweise zu viel Platz auf dem Smartphone-Display einnehmen oder sogar über die Größe des Bildschirms hinausgehen. Welche Werbeformen als „bad ads“ im Desktop- oder Mobil-Browser eingestuft werden, erläutert die „Coalition for Better Ads“ auf dieser Seite.

Schlägt der Werbeblocker von Chrome zu, dann wird der entsprechende Inhalt ausgeblendet und die Nutzer erhalten einen Hinweis darüber. Diesen Inhalt können die Nutzer wegklicken oder sich mehr Details anzeigen lassen. In den Details können sie dann der Website grundsätzlich die Anzeige von Werbeelemente erlauben und der Chrome-Werbeblocker wird dann künftig keine Werbung mehr blockieren.

Laut Angaben von Google haben bereits über 42 Prozent der Websites, die gegen die „Better Ads“-Standards verstießen, nachgebessert und folgen nun den Regeln. Google setzt darauf, dass die anderen Websites mit der Zeit nachziehen werden. Seiten, die kontinuierlich gegen die „Better Ads“-Regeln verstoßen, werden gewarnt und haben dann 30 Tage Zeit nachzubessern. Ansonsten werden ihre Werbebotschaften von Chrome blockiert. Google ist der Ansicht, dass von dem Werbeblocker auf lange Sicht sowohl die Nutzer als auch die Werbetreibenden profitieren.

Tipp: Browser-Benchmark: Mit diesen Browsern surfen Sie am schnellsten

0 Kommentare zu diesem Artikel

PC-WELT Marktplatz

2330867