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Google: Bessere VR-Aufnahmen durch Lichtfeldfotografie

15.03.2018 | 15:36 Uhr |

Google will mit Hilfe von Lichtfeldfotografie realistischeres Bildmaterial für die Nutzung mit VR-Headsets produzieren.

Um das Seherlebnis mit Virtual-Reality-Headsets noch realistischer zu machen, experimentiert Google mit Lichtfeldfotografie . Dabei wird nicht nur das auf den Kamera-Sensor fallende Licht, sondern auch die Richtung der einfallenden Lichtstrahlen gespeichert. Die daraus resultierenden Aufnahmen beinhalten nicht nur Belichtungsinformationen sondern auch Informationen zur Bildtiefe. Mit Hilfe dieser Informationen kann der Fokuspunkt in einem mit Lichtfeldtechnik aufgenommenen Foto nachträglich verändert werden. Praktische Anwendung hat die Technik unter anderem bereits in den mittlerweile eingestellten  Lichtfeldkameras von Hersteller Lytro gefunden, nun soll sie auch die virtuelle Realität verbessern.

Wie Google erklärt, bieten mit Lichtfeldtechnik aufgenommene Fotos nicht nur Motion Parallax, sondern auch realistische Texturen und eine realitätsnahe Beleuchtung. VR-Headset-Nutzer sollen dabei ein noch stärkeres „Mittendrin-Gefühl“ erleben. Einen ersten Blick auf die neue Google-Technik können Besitzer von HTC Vive, Oculus Rift und Windows Mixed Reality Headsets ab sofort anhand einer kostenlosen App bei Steam VR werfen. In „Wevrlcome to Light Fields“ schauen sich Nutzer unter anderem in einem Wohnhaus und im Space Shuttle Discovery um.

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Realisiert wurden die Aufnahmen über Googles Jump-Rig. In der Kamerahalterung sind 16 GoPro-Kameras kreisförmig angeordnet und nehmen so ein 360-Grad-Bild auf. Google hat aus der Kreisanordnung einen Bogen gemacht, der vertikal an einer rotierenden Plattform befestigt ist. Das Lichtfeld-Rig benötigt für eine Umdrehung etwa eine Minute. In dieser Zeit werden von den Kameras etwa 1000 Bilder aufgenommen, die im Anschluss zu einer Sphäre zusammengerechnet werden.

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