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Google aktualisiert Chrome wegen zwei Lücken

12.09.2018 | 09:14 Uhr |

Mit einem Browser-Update schließt Google zwei Sicherheitslücken in Chrome. Manche der mit Chrome 69 eingeführten Neuerungen stoßen indes nicht nur auf begeisterte Anwender. Doch Abhilfe ist nicht weit.

Eine Woche nach der Veröffentlichung der neuen Chrome-Version 69, mit der bereits etliche Sicherheitslücken gestopft wurden, schiebt Google ein erstes Update nach. Chrome 69.0.3497.92 für Windows , Mac und Linux beseitigt zwei weitere Schwachstellen. Google scheint es recht eilig gehabt zu haben, diese Lücken zu stopfen, denn sie haben noch nicht einmal eine CVE-Nummer.

Krishna Govind führt die beiden Schwachstellen im Chrome Release Blog auf. Beide sind durch externe Sicherheitsforscher entdeckt und an Google gemeldet worden. Eine als hohes Risiko eingestufte Sicherheitslücke in WebAssembly ist Google immerhin 3000 US-Dollar wert. Für eine als mittel bewertete URL-Spoofing-Lücke in der Omnibox (dem kombinierten URL- und Suchschlitz) ist die Höhe der Prämie noch offen (TBD: to be determined). In aller Regel aktualisiert sich Chrome automatisch.

Umstrittene Neuerungen
Mit Chrome 69 hat Google seinem Browser ein neues Gewand spendiert, dessen abgerundete Ecken an Firefox aus dem Jahr 2016 erinnern – Geschmackssache. Kritisiert wird allerdings der verringerte Kontrast zwischen aktiven und inaktiven Tabs. Längerfristig will Google URLs überflüssig machen und probt schon einmal den Aufstand gegen lange Web-Adressen. So lässt Chrome nun nicht mehr nur das „http://“ in der Omnibox weg, sondern auch gleich noch das vermeintlich ebenfalls überflüssige „www.“ vor der Domain. Doch unter den beiden dadurch erstmal nicht mehr unterscheidbaren Adressen „domain.de“ und „www.domain.de“ können durchaus völlig unterschiedliche Inhalte zu finden sein.

Chrome 69 - aus neu mach alt
Vergrößern Chrome 69 - aus neu mach alt

Abhilfe: aus neu mach alt
Wer diese Vereinfachung der URL nicht mag, kann sie recht einfach abschalten. Geben Sie in der Omnibox die Adresse „chrome://flags“ ein und finden Sie den Eintrag „Omnibox UI Hide Steady-State URL Scheme and Trivial Subdomains“. Schalten Sie ihn auf „Disabled“ und starten Sie Chrome neu. Auf der gleichen Seite können Sie auch die neuen abgerundeten Ecken wieder durch die alten schrägen Kanten ersetzen. Ändern Sie dazu den Eintrag „UI Layout for the browser's top chrome“ auf „Normal“ und starten Sie Chrome neu. Auch der Kontrast zwischen den Tabs ist nun wieder höher. Mit diesen beiden Änderungen schlagen sie Googles vermeintlichem Fortschritt ein Schnippchen – zumindest vorläufig.

Bonus-Tipp:
Die Internet-Verbindung streikt und Sie haben Langeweile? Chrome hilft mit einem Pixel-Dino und einem kleinen Jump-and-Run-Spiel. Das bekommen Sie auch mit funktionierender Verbindung, wenn Sie die Adresse „chrome://dino“ eingeben. Achten Sie auf Flugsaurier!

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