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Glasbruch adé: Forscher entdecken leicht heilbares Polymer

19.12.2017 | 11:49 Uhr | Peter Müller

Glas kann nun mal brechen und gesprungene Displays muss man daher austauschen. Das könnte sich ändern.

Forscher der Universität Tokyo haben ein Polymer entdeckt, das das Ende von zersprungenen Smartphones-Displays einleiten könnte. Das glasartige Material heilt sich laut einer Veröffentlichung in "Science" schon bei moderaten Temperaturen von 21 Grad  Celsius und sanften Druck, den man mit den Händen ausüben kann. Bisherige Materialien der Art benötigten größere Hitze von etwa 120 Grad Celsius und einen stärkeren Druck. Von einer Markteinführung ist das Material aber noch etliche Jahre entfernt.

Die Entdeckung erfolgte eher zufällig: Der Stundent und wissenschaftliche Mitarbeiter Yu Yanagisawa  arbeitete an der Universität Tokio  an einer Art von Klebstoff, der auf der Basis von Thioharnstoff geschaffen wurde. Er bemerkte jedoch, dass der angedachte Klebstoff selbst nach dem Aufschneiden wieder zu einem Stück "zusammen wuchs", nachdem der Student ihn von Hand leicht zusammengepresst und erwärmt hatte.

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