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Gita: Lastenroboter hilft beim Shopping

06.02.2017 | 17:03 Uhr |

Der Lastenroboter Gita von PFF folgt seinem Besitzer und fährt schwere Einkaufstüten nach Hause.

PFF, ein Tochter-Unternehmen des Vespa-Herstellers Piaggio, hat mit Gita einen Lastenroboter entwickelt. Gita folgt seinem Besitzer zum Shopping. Schwere Tüten werden anschließend in seinem Gehäuse verstaut. Der Roboter bringt diese dann sicher nach Hause.

Gita misst rund 66 Zentimeter im Durchmesser und bewegt sich auf zwei Rädern fort. Seine Ladeluke an der Oberseite erinnert an eine Top-Lader-Waschmaschine. Voll bepackt kann Gita bis zu 18 Kilogramm transportieren. In der Theorie kann Gita mit einer Maximalgeschwindigkeit von 35 km/h nicht nur Fußgängern, sondern auch Fahrradfahrern folgen. Aus Sicherheitsgründen wird er vorerst jedoch nur Schrittgeschwindigkeit fahren.

Gitas Navigation funktioniert über mehrere Kameras – eine Stereo-Kamera am Gürtel seines Besitzers und mehrere Linsen an Gita selbst. Aus 360-Grad-Ansichten erstellt der Roboter eine Umgebungskarte, mit deren Hilfe er sich orientieren kann. Gita lässt sich zudem von seinem Besitzer trainieren. Geht er eine gewohnte Strecke mit ihm ab, merkt sich Gita die Route und kann Einkäufe in Zukunft auch ohne Begleitung nach Hause fahren. Der Roboter lässt sich somit auch in begrenztem Rahmen autonom einsetzen.

Die Tatsache, dass sich Gita nur mit Hilfe von Kameras orientiert, bringt jedoch auch Nachteile mit sich. Durch Verzicht auf die Lidar-Navigationstechnik wird Gita im Anschaffungspreis zwar günstiger, bei schlechten Sichtverhältnissen wie Nebel oder nach Dämmerungseinbruch kann der Roboter jedoch Schwierigkeiten bekommen. Wann Gita für Endkunden erhältlich sein wird, ist bislang noch unklar. Auch über den Preis schweigt sich der Hersteller derzeit noch aus.

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