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Gigabyte Aero 15X: Extrem schlankes Gaming-Notebook im Test

25.01.2018 | 10:30 Uhr |

Test: Das Gigabyte Aero 15X ist mit unter 20 Millimetern extrem dünn, kann es aber mit vielen Desktop-PCs aufnehmen, wenn es um die Spiele-Leistung geht: Das Gaming-Notebook ist nämlich mit einer GTX 1070 und einer Core-i7-CPU ausgestattet.

Das Gigabyte Aero 15X ist ein 15,6 Zoll großes Notebook mit einem matten Bildschirm der in Full-HD auflöst. Als Prozessor kommt der Intel Core i7-7700HQ mit vier Kernen und einem Boost-Takt von bis zu 3,8 GHz zum Einsatz. Der Arbeitsspeicher beläuft sich auf zwei acht Gigabyte große DDR4-2400-Module. Die Grafikberechnung übernimmt eine Nvidia Geforce GTX 1070 mit 8 Gigabyte GDDR5-Speicher im schlanken Nvidia-MaxQ-Design.

Hinweis: Alle Spezifikationen und Testergebnisse des Gigabyte Aero 15X finden Sie am Ende dieses Artikels in übersichtlichen Tabellen.

TEST-FAZIT: Gigabyte Aero 15X

Das Gigabyte Aero 15X ist durch und durch ein Gaming- und Entertainment-Notebook der Oberklasse, das bei uns mächtig Eindruck schinden kann: Es bietet eine Menge Spieleleistung, Komfort-Features wie Makros für Gamer und einen tollen, farblich sehr akkuraten Bildschirm - und das alles in einem sehr schlanken, kompakten Format. Ziemlich edel kommt auch die Verarbeitung daher, auch wenn das Gerät zum Beispiel nicht an die Premium-Haptik eines Macbooks rankommt. Selbst an der Akkulaufzeit gibt es nur wenig zu meckern. Nicht ungewöhnlich für ein Gaming-Notebook ist der sehr hohe Preis, der sich auf rund 2400 Euro beläuft.

Pro:

+ hohe Gaming-Leistung

+ sehr schlankes, kompaktes Design

+ hochwertige Haptik

Contra:

- teils zu hohe CPU-Temperaturen

- laute Lüfter unter Last

Das Gigabyte Aero 15X erhält aufgrund seiner Leistungen den PC-WELT-Award "Herausragendes Tempo".
Vergrößern Das Gigabyte Aero 15X erhält aufgrund seiner Leistungen den PC-WELT-Award "Herausragendes Tempo".

In Sachen Systemspeicher kann hier auf die 512 GB große M.2-SSD Samsung SM961 zurückgegriffen werden, die auch übers flotte NVMe-Protokoll ans System angebunden ist. Es lässt sich sogar noch eine zweite M.2 nachrüsten, womit sich zum Beispiel auch ein RAID-Verbund realisieren lässt. Alles in allem lässt sich hier also definitiv von einer absolut Gaming-tauglichen Ausstattung reden.

Das Gigabyte Aero 15X beeindruckt mit leistungsfähiger Gaming-Hardware.
Vergrößern Das Gigabyte Aero 15X beeindruckt mit leistungsfähiger Gaming-Hardware.
© Friedrich Stiemer

Extrem dünner Displayrahmen und hochwertige Haptik

Schauen wir uns das Gerät selbst aber noch genauer an: Da der Rand an den Außenseiten des Bildschirms lediglich 5 Millimeter beträgt, wirkt der Screen fast, als ob er randlos wäre. Das schaut schon einmal sehr schick aus. Außerdem ist das Display entspiegelt, was es nicht allzu empfindlich gegenüber Reflexionen macht. Hinzu kommt, dass der Screen einen hohen Betrachtungswinkel aufweist. Die Webcam befindet sich an der Unterseite des Bildschirms, um die schmalen Ränder überhaupt erst zu ermöglichen. Außerdem erfolgt für jedes Display eine Farbkalibrierung durch die Experten von X-Rite Pantone, um eine möglichst akkurate Farbwiedergabe zu gewährleisten.

Die Dicke des Randes um die Außenseiten des Bildschirms beträgt nur fünf Millimeter.
Vergrößern Die Dicke des Randes um die Außenseiten des Bildschirms beträgt nur fünf Millimeter.
© Friedrich Stiemer

Nun zum Äußeren des Aero 15X: An einer Seite befindet sich ein normal großer LAN-Anschluss, USB 3.0, HDMI 2.0, Mini-Displayport 1.3 und ein Klinken-Kombi-Anschluss. Auf der anderen Seite ein SD-Speicherkartenleser, Thunderbolt 3 Typ-C und wieder USB 3.0 sowie der Stromanschluss. Apropos: Das Netzteil des Aero 15X hat einen zusätzlichen USB-Anschluss, um daran beispielsweise sein Handy aufzuladen. Dank der doch recht großen Anschlussvielfalt lassen sich bis zu drei Monitore an das Notebook anschließen. Auch die flüssige Wiedergabe auf Ultra-HD-Monitoren ist kein Problem. Nicht zu vergessen noch die Drahtlos-Techniken WLAN-ac und Bluetooth 4.2.

An der linken Seite befinden sich ein normal großer LAN-Anschluss, USB 3.0, HDMI 2.0, Mini-Displayport 1.3 und ein Klinken-Kombi-Anschluss. Auf der rechten Seite ein SD-Speicherkartenleser, Thunderbolt 3 Typ-C und wieder USB 3.0, der Stromanschluss sowie ein Kensington-Lock.
Vergrößern An der linken Seite befinden sich ein normal großer LAN-Anschluss, USB 3.0, HDMI 2.0, Mini-Displayport 1.3 und ein Klinken-Kombi-Anschluss. Auf der rechten Seite ein SD-Speicherkartenleser, Thunderbolt 3 Typ-C und wieder USB 3.0, der Stromanschluss sowie ein Kensington-Lock.
© Friedrich Stiemer

Laute Lüfter und teils hohe CPU-Temperaturen

Wenn wir das Gerät umdrehen, dann kommen die dort integrierten Lüftungsschlitze zum Vorschein: Die kühle Außenluft wird mit Hilfe von zwei Lüftern angesaugt und direkt unter dem Display wieder herausgeblasen. Gigabyte hat auch einige Heatpipes verlegt, damit die Abwärme der Komponenten besser geführt werden kann. Aber die Lüfter drehen unter Spielelast hörbar auf – wir haben hier knapp zwei Sone gemessen, was in etwa einer normal geführten Unterhaltung entspricht. Dieses Problem teilt das Notebook aber mit allen anderen Gaming-Modellen auf dem Markt, das muss der geneigte Käufer einfach in Kauf nehmen.

Das Aero 15X saugt die kühle Außenluft mit Hilfe von zwei Lüftern durch die Lüftungsschlitze im Boden ein.
Vergrößern Das Aero 15X saugt die kühle Außenluft mit Hilfe von zwei Lüftern durch die Lüftungsschlitze im Boden ein.
© Friedrich Stiemer

Und bevor wir es vergessen: Das Gigabyte Aero 15X ist sehr hochwertig verarbeitet und macht einen recht edlen Eindruck. Nur sind Fingerabdrücke auf der dunklen Handgelenkablage deutlich sichtbar, was dem Notebook recht schnell ein schmuddeliges Aussehen verleiht. Ein Mikrofasertuch sollte also idealerweise immer mit ins Gepäck.

Links die teils zu hohen CPU-Temperaturen, rechts die des Grafikprozessors.
Vergrößern Links die teils zu hohen CPU-Temperaturen, rechts die des Grafikprozessors.

Natürlich haben wir auch die Temperaturen protokollieren lassen und erhalten bei der CPU einen Spitzenwert von 91 Grad Celsius nach rund zwei Stunden Zocken von Assassins Creed: Origins. Das ist zu viel und die Monitoring-Software HWiNFO64 konnte auch ein Thermal-Throtteling auf einzelnen CPU-Kernen feststellen. Das bedeutet, dass die Temperaturen zu hoch waren und sich die Kern deshalb heruntergetaktet haben, damit sich nicht weiter überhitzen und es eventuell zu Schäden kommen kann. Bei der GPU hingegen geht es zwar ebenfalls heiß her, denn hier wird ein Spitzenwert von 80 Grad Celsius gemessen. Ein Heruntertakten findet aber nicht statt. Während unserer Gaming-Tests konnten wir aber nicht feststellen, dass das Thermal Throtteling der CPU einen negativen Einfluss auf die Spieleleistung hatte. Aber ganz zu vernachlässigen ist die hohe Temperatur nicht, da sie die Lebensdauer des Prozessors verkürzen kann.

Hardware-Temperatur im Blick: Die besten Tools

Überdurchschnittlich großer Akku

Nun zum Thema Akku: Gigabyte verbaut einen Lithium-Polymer-Akku mit einer Kapazität von 94 Wattstunden. Im Mobilemark, einem Benchmark, der die Akkulaufzeit mit verschiedenen, praxisnahen Testläufen prüft, erreichte das Aero 15X im Produktivitätsmodus eine Akkulaufzeit von 10 Stunden – so der Hersteller. Wir hingegen wollten aber wissen, wie lange der Akku denn beim ernsthaften Zocken hält und haben den Ladestand auf 100 Prozent gebracht, dann den Stromstecker entfernt und Assassins Creed: Origins angeworfen.

Die Status-LEDs in der Front dienen auch als Akkuladestandsanzeige.
Vergrößern Die Status-LEDs in der Front dienen auch als Akkuladestandsanzeige.
© Friedrich Stiemer

Nach ziemlich genau einer Stunde und 20 Minuten schaltete sich das Gerät komplett aus. Das ist kein übler Wert, vor allem wenn man das Gerät mit vielen anderen Modellen der Konkurrenz vergleicht, die es nicht ganz auf diesen Wert bringen. Ein nettes Feature gibt es noch: Um den Akkuladezustand des Notebooks im ausgeschalteten Zustand festzustellen, reicht es, einfach mal kurz das Touchpad zu klicken - schon werden die Status-LEDs in der Vorderseite zur Akkuladestandsanzeige.

Programmierbare RGB-Tastatur

Nun noch ein paar Worte zur Tastatur: Die ist RGB-beleuchtet und lässt sich über das Tool Gigabyte Fusion programmieren: Es lassen sich also beispielsweise selbst Makros aufzeichnen, Effekte und Farben einstellen und alles auch noch in verschiedenen Profilen speichern. Der Druckpunkt der Tasten fällt ziemlich knackig aus und auch das Touchpad reagiert präzise. Nur bei Multi-Touch-Gesten wie dem Scrollen mit zwei Fingern wird es manchmal hakelig, allerdings ist das auch bei vielen anderen Notebooks der Fall.

Die RGB-beleuchtete Tastatur versteht auch Makros und kann effektreich strahlen.
Vergrößern Die RGB-beleuchtete Tastatur versteht auch Makros und kann effektreich strahlen.
© Friedrich Stiemer

Außerdem ist noch ein Dashboard namens Smart Manager an Bord: Das unterstützt bei verschiedenen Dingen wie dem Umschalten zu angeschlossenen Monitoren, das Regeln der Drahtlos-Techniken, die Wärme des Bildes oder auch beim Betriebsmodus der Lüfter.

Der Smart Manager von Giabyte sammelt nützliche Funktionen in einer Oberfläche.
Vergrößern Der Smart Manager von Giabyte sammelt nützliche Funktionen in einer Oberfläche.

Gigabyte Aero 15X in Leistungstests

Jetzt aber zur Leistung: Mit einem 3DMark-Ergebnis von 4265 Punkten im DirectX-12-Test Timespy erreicht das Notebook eine ziemlich hohe Punktzahl und ist nach der Einschätzung von Futuremark, den Entwicklern dieses Testprogramms, durchaus auf dem Niveau eines Gaming-PCs. Als nächstes kommen die entscheidenden Spieletests.

Das Netzteil bietet auch einen USB-Anschluss, um beispielsweise auch parallel Mobilgeräte zu laden.
Vergrößern Das Netzteil bietet auch einen USB-Anschluss, um beispielsweise auch parallel Mobilgeräte zu laden.

Zuerst lassen wir den integrierten Benchmark von Assassins Creed: Origins durchlaufen. Natürlich steht die Grafik dabei auf der Qualitätsstufe "Extrem hoch" – wir möchten ja schließlich auch was sehen für unser Geld! Das Ergebnis beläuft sich auf durchschnittlich 55 Bilder pro Sekunde, also flüssig und auch sehr ansehnlich spielbar. Als nächstes testen wir noch die Performance in Wolfenstein 2: The New Colossus. Auch hier verwenden wir die die höchste, vorgegebene Qualitätsstufe mit der Bezeichnung „Mein Leben!“. Mit deutlich über 100 Bilder pro Sekunde lässt sich auch Wolfenstein 2 flüssig zocken.

TECHNISCHEN DATEN

Gigabyte Aero 15X

Prozessor (Taktrate)

Intel Core i7-7700HQ (2,8 bis 3,8 GHz)

verfügbarer Arbeitsspeicher (eingebauter Arbeitsspeicher), Typ

16 GB, DDR4-2400

Grafikchip (Grafikspeicher)

Nvidia Geforce GTX 1070 MaxQ (8192 MB GDDR5)

Bildschirm: Diagonale, Auflösung, Typ

15.6 Zoll (39,6 Zentimeter), 1920 x 1080, Matt

Festplatte(n)

SSD Samsung SM961 (M.2 2280, NVMe) 512 GB

optisches Laufwerk

- (-)

Betriebssystem

Windows 10 Home (64 Bit)

LAN

Gigabit-Ethernet

WLAN

802.11ac

Bluetooth

Bluetooth 4.2

Schnittstellen /Anschlüsse

1x LAN, 3x USB 3.0, 1x HDMI 2.0, 1x Mini-Displayport, 1x 3,5-Millimeter-Klinke, 1x Thunderbolt 3 Typ-C, SD-Speicherkartenleser, Kensington-Lock

GESCHWINDIGKEIT

Gigabyte Aero 15X

3D Mark: Timespy

4 265 Punkte

Assassin's Creed: Origins (1920 x 1080, maximale Details, aktivierte Kantenglättung)

55 Bilder/s (durchschnittlich)

Wolfenstein 2: The New Colossus (1920 x 1080, maximale Details, aktivierte Kantenglättung)

120 Bilder/s (durchschnittlich)

BILDSCHIRM

Gigabyte Aero 15X

Größe

39,6 Zentimeter / 15,6 Zoll

Auflösung

1920 x 1080 Bildpunkte

Punktedichte

141 ppi

Entspiegelung

hervorragend

MOBILITÄT

Gigabyte Aero 15X

Akkulaufzeit (Gaming)

01:20 Stunden

Gewicht: Notebook (mit Akku) / Netzteil 

2,1 / 0,47 Kilogramm

UMWELT UND GESUNDHEIT

Gigabyte Aero 15X

Betriebsgeräusch: geringe /hohe Last

0,5 / 1,9 Sone

Temperatur unter Last: CPU

91 Grad Celsius

Temperatur unter Last: GPU

80 Grad Celsius

ALLGEMEINE DATEN

Kategorie

Notebooks

Hersteller

Gigabyte

Internetadresse von HP

www.gigabyte.de

Preis (Straßenpreis)

2400 Euro

PC-WELT Marktplatz

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