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Gesundheitsminister will digitales Rezept einführen

13.11.2018 | 16:13 Uhr |

Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) plant eine Gesetzesänderung, durch die Ärzte künftig Rezepte in digitaler Form ausstellen können.

Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) will die Telemedizin vorantreiben. Neben Videosprechstunden, will er in Zukunft auch das Ausstellen von Arznei-Rezepten in digitaler Form ermöglichen . Dafür plant Spahn eine Gesetzesänderung, die spätestens in zwei Jahren greifen soll. Ärzten, die ihre Patienten per Videochat betreuen soll es damit ermöglicht werden, digitale Rezepte auszustellen.

Viele Rezepte für chronisch kranke Patienten, die bislang per Post verschickt werden, gehen auf dem Postweg verloren. Das digitale Rezept könnte somit einen Beitrag zur Patientensicherheit liefern. Es soll außerdem fälschungssicher sein. Laut Spahn spart die Telemedizin den Patienten Zeit und Wege. So könnten Ärzte per Videochat auch außerhalb der üblichen Praxisöffnungszeiten kontaktiert werden. Videogespräche würden sich außerdem für Patienten anbieten, die auf dem Land leben, wo die nächsten Praxis weit entfernt liegt.

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Die Selbstverwaltung soll laut Spahn dazu verpflichtet werden, Regeln für digitale Rezepte zu vereinbaren. Dafür hat sie nach in Kraft treten der Gesetzesänderung sieben Monate Zeit. Mit der Änderung, die voraussichtlich ab Frühjahr 2020 gilt, soll außerdem das Verbot aufgehoben werden, durch das Apotheken keine verschreibungspflichtigen Medikamente an Patienten ausgeben dürfen, die nur telemedizinisch beraten wurden.

 

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