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Google-Übernahme: Handel der HTC-Aktien ausgesetzt

20.09.2017 | 15:28 Uhr |

Laut Medienberichten steht Google kurz vor der Übernahme von HTC. Bis Ende 2017 könnte die Smartphone-Sparte der Taiwanesen an Google gehen. Update 20.9.: Die HTC-Aktie wird ab dem 21.9. nicht mehr an der Börse von Taipeh gehandelt.

Update 20.9.2017: Handel der HTC-Aktie wird ausgesetzt

Die Übernahme von HTC durch Google scheint sich auf der Zielgeraden zu befinden. Der Handel von HTC-Aktien an der Börse in Taipeh wird ab dem 21. September 2017 bis zu einer Stellungnahme von HTC ausgesetzt. Nach dieser Stellungnahme will HTC wieder die Aufnahme des Handels seiner Wertpapiere beantragen, wie China Times berichtet.

Update Ende

Google ( das zu Alphabet gehört ) soll kurz vor der Übernahme der Smartphone-Sparte des taiwanischen Smartphone-Herstellers HTC stehen. Das berichten US-Medien und asiatische Medien. Die Verhandlungen zwischen Google und HTC sollen sich demnach in der Endphase befinden.

HTC war lange Zeit ein OEM-Hersteller von Mobiltelefonen, die unter anderen Markennamen verkauft wurden. Besonders zu Zeiten von Windows Mobile war HTC ein wichtiger OEM-Hersteller. Als Google sein neues Smartphone-Betriebssystem Android vorstellte, war HTC von Anfang an mit leistungsstarken Geräten wie dem T-Mobile G1 mit dabei und konnte sich zum Beispiel mit dem HTC Desire als führender Konkurrent zum Apple iPhone positionieren.

Doch HTC verzettelte sich bei seiner Modellpolitik und verlor zunehmend den Anschluss, der südkoreanischer Konkurrent Samsung überholte HTC und wurde bald zum Hauptrivalen von Apple. HTC verlor immer mehr Marktanteile und führt seitdem auf dem Android-Smartphonemarkt ein Nischendasein. Das Unternehmen kämpft zudem seit Jahren mit finanziellen Problemen und musste immer wieder Mitarbeiter entlassen. Laut dem taiwanischen IT-Nachrichtendienst Digitimes waren die Umsatzzahlen von HTC im August 2017 die niedrigsten seit 13 Jahren.

Google und HTC pflegen seit den Android-Anfängen enge Beziehungen, HTC fertigt immer wieder Smartphones für Google. Auch das Pixel produziert HTC für Google.

Allerdings soll Google nicht an der Übernahme des vollständigen HTC-Konzerns interessiert sein, sondern nur dessen Smartphone-Sparte und wohl auch noch die Forschungs- und Entwicklungsabteilung übernehmen wollen. HTC könnte dann als eigenständiges Unternehmen weiterbestehen mit dem Fokus auf VR-Produkte wie der VR-Brille HTC Vive.

Darauf haben Gamer gewartet: Mit der HTC Vive ist man mitten im Spiel, anstatt nur vor dem Bildschirm zu sitzen. Dank Lasersensoren und spezieller Controller kann man sich in der virtuellen Realität bewegen, Objekte greifen und fühlt sich ein wenig wie auf dem Holodeck aus Star Trek. Allerdings kann einem da schon mal mulmig werden, wenn eine Horde Zombies auf einen zu kommt. Fritz hat die HTC Vive mit verschiedenen Spielen getestet, unter anderem dem Zombie-Shooter "HordeZ", dem Rollenspiel "A Legend of Luca" und der Minispiel-Sammlung "The Lab".

Beide Unternehmen haben sich zu den Verhandlungen noch nicht geäußert. Doch Beobachter halten es für möglich, dass die Übernahme von HTCs Smartphone-Sparte durch Google bis Ende 2017 in trockenen Tüchern sein könnte.

Für Google wäre das bereits das zweite Mal, dass das Unternehmen einen Smartphone-Hersteller übernimmt. 2011 kaufte Google nämlich Motorola. Die Übernahme des bekannten Handyproduzenten entwickelte sich zu einem finanziellen Desaster, Google verkaufte Motorola bereits 2014 mit deutlichem Verlust an das chinesische Unternehmen Lenovo weiter . Und Lenovo beerdigte schließlich Motorola.

Duell: HTC HD Mini gegen HTC Desire

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