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Gericht: Routerzwang-Ende gilt auch für Bestandskunden

09.02.2017 | 14:24 Uhr |

Provider müssen auch langjährigen Kunden den Betrieb eines eigenen Routers ermöglichen.

Mit dem Wegfall des Routerzwangs sollte für den Verbraucher eigentlich alles besser werden. Kunden sollten sich fortan selbst einen Router aussuchen können, ohne Vorgaben vom Provider. Viele Anbieter räumten diese Möglichkeit aber nur Neukunden ein, dagegen strengte die Verbraucherzentrale NRW ein Eilverfahren an. Das Landgericht Essen kam nun zu einem kundenfreundlichen Urteil.

Demnach müsse die Routerfreiheit auch für Bestandskunden gelten. Konkret ging es um die GELSEN-NET Kommunikationsgesellschaft mbH, die Bestandskunden die Herausgabe der Zugangsdaten verwehrte. Diese seien jedoch für den Betrieb eines eigenen Routers zwingend notwendig. 

Nach Ansicht des Gerichts müssen auch Bestandskunden die Möglichkeit haben, einen von ihnen bevorzugten Router in Betrieb zu nehmen. Die hierfür nötigen Zugangsdaten müssen Provider entsprechend herausrücken.

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