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Gedankenaustausch per Gehirn-Netzwerk geglückt

01.10.2018 | 13:58 Uhr | René Resch

In einem Experiment war es drei Personen möglich, über eine Art Netzwerk ihre Gedanken miteinander auszutauschen.

Wissenschaftlern ist es gelungen, ein Netzwerk für den neuronalen Austausch zwischen mehreren Personen herzustellen. Durch die Verknüpfung der Gehirne konnten Gedanken direkt an die anderen am Experiment beteiligten Personen übertragen werden.

Gedanken-Tetris

Für die ersten Untersuchungen spielten die vernetzten Probanden eine Art Tetris. Zwei Personen konnten auf einem Bildschirm die fallenden Blöcke sehen und ob diese gedreht werden mussten um die entsprechende Lücke zu füllen. Selbst rotieren konnten sie sie jedoch nicht, dies war der dritten Testperson, dem Empfänger, vorbehalten. Dieser konnte wiederum den Bildschirm nicht sehen und musste sich somit auf die Anweisungen, die er von den zwei anderen erhielt, verlassen.

Alle Probanden saßen dabei in getrennten Zimmern und konnten nur über das sogenannte BrainNet kommunizieren. Dies funktioniert folgendermaßen: Die zwei Sender haben zwei LEDs vor sich, von welchen eine mit 15 Hz und die andere mit 17 Hz flimmert. In dem die Probanden sich auf eine der beiden LEDs fokussieren, gleichen sich auch ihre Gehirnwellen an die jeweilige Frequenz an. Ein EEG kann dies aufzeichnen und auswerten. In diesem Fall stand 15 Hz dafür den Block zu rotieren und 17 Hz dafür es nicht zu tun.

Wenn das System nun eine 15 Hz Frequenz empfängt, leitet sie diese über eine Magnetstimulation an das Gehirn des Empfängers weiter. Dies wiederum resultiert in dem Aufleuchten einer LED, sodass er weiß, dass der Block gedreht werden muss. Das Experiment wurde mit fünf Gruppen durchgeführt und es konnte eine durchschnittliche Genauigkeit von circa 80 Prozent erreicht werden.

Experiment ist keine Telepathie

Auch wenn es etwas danach klingt, bei dem Experiment handelt es sich nicht um Telepathie. Ein Austausch zwischen den Probanden benötigt weiterhin externe Einflussnahme. Auch lassen sich nur kleine Datenmengen versenden. Dass sich drei Personen miteinander vernetzen konnten, ist zwar beachtlich, das Netzwerk solle sich jedoch auf mehr als nur drei Personen erweitern lassen. Laut den Forschern könnte es in Zukunft auch möglich sein, komplexere Gedanken zu übermitteln.

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