2346098

Gaming: Belgien verbietet Lootboxen

26.04.2018 | 14:12 Uhr |

Die Belgian Gaming Commission hat Lootboxen als illegales Glücksspiel eingestuft. Sie müssen nun entfernt werden.

Lootboxen erfreuen sich bei Videospielpublishern zunehmender Beliebtheit und finden sich mittlerweile in immer mehr Spielen. Die virtuellen Kisten können mit Echtgeld gekauft werden, ihr Inhalt wird per Zufallsgenerator bestimmt. Entwickler und Publisher erzielen mit diesen Extras höhere Einnahmen, als wenn sich Spieler gezielt bestimmte Ingame-Items kaufen. Oft enthält die Lootbox nicht den ersehnten Gegenstand, so wird kurzerhand einfach eine zweite oder dritte gekauft.

Nach zahlreichen Beschwerden von verärgerten Gamern hat die "Belgian Gaming Commission" vier Spiele auf Hinweise auf illegales Glücksspiel untersucht. Konkret ging es dabei um Fifa 18, Overwatch, Star Wars: Battlefront 2 und Counter-Strike: Global Offensive. Das Ergebnis: Die Lootboxen in Fifa 18, Overwatch und Counter-Strike: Global Offensive wurden von der Behörde als illegales Glücksspiel eingestuft . Die Publisher müssen die Lootboxen nun aus ihren Spielen entfernen. Kommen die Unternehmen dieser Aufforderung nicht nach, drohen ihnen Geldstrafen von bis zu 800.000 Euro oder sogar Freiheitsstrafen von bis zu fünf Jahren. Werden die verbotenen Kisten an minderjährige Spieler verkauft, verdoppelt sich das Strafmaß.

Electronic Arts konnte sich bei der Untersuchung in Star Wars: Battlefront 2 mit einem Trick aus der Affäre ziehen. Der Publisher entfernte die Kisten einfach kurzerhand für eine begrenzte Zeit aus seinem Spiel, so dass die Kommission bei ihrer Untersuchung keine Lootboxen fand. Der belgische Justizminister will in diesem Fall noch weiter ermitteln und die Verantwortlichen ausfindig machen. Neben Belgien haben auch die Niederlande Lootboxen in Fifa 18, Rocket League, PUBG und Dota 2 als illegales Glücksspiel eingestuft.

Lootboxen könnte Verbot in Deutschland drohen

0 Kommentare zu diesem Artikel

PC-WELT Marktplatz

2346098