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Gamestop in der Krise - Kette soll verkauft werden

20.06.2018 | 15:26 Uhr |

Das US-Unternehmen Gamestop schafft es mit eigener Kraft nicht aus der Krise. Nun soll die Spielekette verkauft werden.

Die Gaming-Verkaufskette Gamestop steckt weiterhin in der Krise. Selbst die Schließung hunderter Filialen in verschiedenen Ländern hat nicht die erhoffte Wirkung erbracht. Daher strebt das US-Unternehmen nun weitere tiefgreifende Maßnahmen an.

Gegenüber den immer beliebter werdenden Unternehmen, die auf Online-Vertriebswege setzen, oder Gaming-Plattformen wie Steam, verliert Gamestop zunehmend an Boden. Die Leute erwerben Spiele immer seltener im Geschäft selbst.

Bei Gamestop sieht man wohl auch keine Möglichkeit mehr, eigenständig auf einen rentablen Weg zu kommen. Konzepte, die weitreichende Veränderungen im Unternehmen bewirken könnten, sind zwar vorhanden, seien jedoch von höheren Investitionen abhängig, die aus eigenen Mitteln nicht bewerkstelligt werden können. Das Management prüft nun die Option eines Verkaufs.

Erste Kaufinteressenten gibt es wohl bereits. Laut der US-Nachrichtenagentur Bloomberg soll beispielsweise die Investment-Firma Sycamore Partners Interesse am Unternehmen bekundet haben. Zudem sollen sich beide Parteien bereits in Verhandlungen begeben haben, um über mögliche Details eines Verkaufs zu verhandeln.

Die Zukunft sieht für viele Gamestop-Filialen somit nicht besonders rosig aus. Schon im Abschlussbericht für 2017 hatte das Unternehmen erklärt, den wachsenden Online-Plattformen nichts Nennenswertes entgegensetzen zu können. Auch eine Investment-Firma wird hier vermutlich keine besseren Konzepte in der Hinterhand haben. Vielleicht wird Gamestop in Zukunft aber auch auf ein eher online ausgerichtetes Geschäftsmodell setzen.


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