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TruePlay: Windows 10 erhält Anti-Cheat-Mechanismus

28.08.2017 | 13:11 Uhr |

Mit "True Play" plant Microsoft die Integration eines Anti-Cheat-Systems für Spiele in Windows 10.

In der aktuellen Vorabversion von Windows 10 Fall Creators Update mit der Build-Nummer 16273 haben wir eine aktualisierte Version des neuen Anti-Cheat-Systems gesichtet, welches Microsoft mit dem Herbst-Update einführen wird. Ursprünglich hieß die Funktion "Game Monitor" (siehe weiter unten in diesem Beitrag). Mittlerweile lautet die Bezeichnung der Funktion nun "TruePlay". Die Funktion, die sich unter "Einstellungen, Spiele" findet, ist aktuell noch standardmäßig deaktiviert.

Im Erklärungstext zur Funktion heißt es: "Fair Play steht beim Spielen an erster Stelle. Mithilfe von TruePlay werden Systeminformationen für Spiele bereitgestellt, um sicherzustellen, dass alles ordnungsgemäß abläuft."

Bisher gibt es noch keine genauen Angaben seitens Microsoft, wie TruePlay genau funktionieren wird. Wahrscheinlich ist, dass die neue Funktion durch Spiele unterstützt werden muss. Anzunehmen ist dann, dass Multiplayer-Partien oder bestimmte Multiplayer-Modi nur verwendbar sind, wenn TruePlay auch aktiviert ist. Wir gehen davon aus, dass Microsoft weitere Details zu TruePlay in naher Zukunft verraten wird.

Game Monitor: Neue Anti-Cheat-Funktion für Windows 10
Vergrößern Game Monitor: Neue Anti-Cheat-Funktion für Windows 10

Ursprüngliche Meldung vom 6. Juni 2017

Mit dem Windows 10 Fall Creators Update im Herbst 2017 überlegt Microsoft offenbar die Einführung eines Anti-Cheat-Systems in Windows 10. Microsoft betont immer wieder, wie wichtig der PC als Spieleplattform ist und hatte zuletzt mit dem Creators Update einige Neuerungen, wie etwa den Game Mode, eingeführt. Der PC als Gaming-Plattform leidet in vielen Online-Spielen aber auch unter den vielen Schummlern. Nach Steam und diversen anderen Technologien, könnte ihnen nun auch Microsoft direkt auf Betriebssystem-Ebene den Kampf ansagen. In einer aktuellen Vorabversion Build 16199 von Windows 10 für Windows Insider wurde im Bereich "Einstellungen" und "Spiele" der neue Eintrag "Game Monitor" entdeckt, wie unter anderem wccftech.com berichtet.

"Gaming ist unterhaltsamer, wenn jeder fair spielt", heißt es in dem Erklärungstext. Und weiter wird erklärt, dass bei Spielen, die den "Game Monitor" verwenden, die Systeminformationen geteilt werden, um sicherzustellen, "dass alles so wie es sein sollte läuft."

Die Funktion lässt sich jederzeit über einen Schalter wieder deaktivieren. Allerdings wird dann darauf hingewiesen, dass sich dadurch die Zahl der Spiele verringern könnte, die man auf dem Rechner spielen kann.

Festzuhalten bleibt zunächst, dass die Funktion "Game Monitor" derzeit noch nicht aktiv ist. Microsoft selbst weist in den Veröffentlichungsnotizen zu der Build 16199 ausdrücklich darauf hin. Vielmehr handele sich bei "Game Monitor" um eine "potentielle" Funktion, die in Windows 10 integriert werden könnte.

Fest steht anhand der vorliegenden Informationen: Die PC-Spiele müssen Game Monitor direkt unterstützen und es müssen Daten vom PC irgendwo hingesendet werden. Damit ließe sich die Funktion also nicht nur als Anti-Schummel-System einsetzen, sondern auch im Kampf gegen Raubkopien. Beides sind wichtige Aspekte für Spieleentwickler. In erster Linie scheint es sich aber vor allem um ein Anti-Cheat-System zu handeln. Andrerseits lässt sich die Funktion aber auch deaktivieren, mit den genannten Nachteilen: Spiele sind dann nicht oder nur eingeschränkt im Online-Modus spielbar. Mehr Infos zu "Game Mode" dürfte es am 11. Juni geben, wenn Microsoft auf der Spielemesse E3 seine Pressekonferenz abhält.

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