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G20-Gipfel: BSI wappnet sich gegen Cyber-Attacken

04.07.2017 | 15:19 Uhr |

Eine spezielle Kommandozentrale soll Cyber-Attacken während des G20-Gipfels abwehren.

Vom 7. bis 8. Juli findet in Hamburg der G20-Gipfel mit den Staatsoberhäuptern aus 20 Nationen statt. Die Sicherheitsbehörden wappnen sich dabei nicht nur gegen Demonstrationen, sondern auch gegen Cyber-Attacken. Wie Arne Schönbohm, Präsident des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters erklärt , habe man für das Wochenende eine spezielle Kommandozentrale eingerichtet. Die dort eingesetzten Beamten sind rund um die Uhr auf Cyber-Angriffe von Gruppen wie Anonymous und Lulzsec vorbereitet, so Schönbohm.

Dem BSI seien keine Pläne zu gezielten Angriffen bekannt, das Bundesamt habe jedoch Penetrationstests durchgeführt. Die sollen sicherstellen, dass das Computernetzwerk beim G20-Gipfel sicher bleibt.

Demonstrationen in Hamburg wollen die Sicherheitsbehörden mit rund 20.000 Polizeibeamten, Hundestaffeln, Pferden und Helikoptern absichern. Protest wird jedoch nicht nur vor Ort, sondern auch im Internet erwartet. Die Beamten des BSI stehen laut Schönbohm in engem Kontakt mit den Sicherheitsbehörden der G20-Nationen. In Zusammenarbeit wolle man Computernetzwerke, Überwachungskameras und Sicherheitsequipment vor Eindringlingen aus dem Netz schützen.

In Hinblick auf die bevorstehende Bundestagswahl im September hat das BSI ebenfalls vorgesorgt. Bereits jetzt seien verstärkt Hackerangriffe auf das Parlament und Parteien festgestellt worden. Dahinter vermutet das BSI die russische Hacker-Gruppe APT 28, der Verbindungen zur russischen Regierung nachgesagt werden. Die Gruppe will den Mutmaßungen zufolge Informationen erbeuten, mit denen der Wahlausgang beeinflusst werden soll. Auch der Wahl-O-Mat soll besonders sorgfältig auf Sicherheitslücken geprüft werden, bevor er in den nächsten Wochen online geht.

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