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Funksteckdosen: Geräte im Haus intelligent schalten

13.12.2018 | 14:35 Uhr |

Funksteckdose, schaltbare Steckdose, Zwischenstecker, Smart Plug oder intelligente Steckdose - alle Namen bedeuten das Gleiche: den einfachen Start in das Smart Home. Wir zeigen, wie Sie für wenig Geld Ihr Zuhause intelligenter und komfortabler machen und Geld sparen und stellen die besten Funksteckdosen vor. Update: Amazon Smart Plug mit Alexa im Test.

Update 13.12.2018: Amazon Smart Plug im Test

Mit dem Amazon Smart Plug ist auch Amazon in das Geschäft mit smarten Steckdosen eingestiegen. Wenig überraschend: Anders als konventionelle Zwischenstecker bedient man den smarten Stecker von Amazon fast ausschließlich über Sprachbefehle an Alexa und nicht über ein Webfrontend im Browser oder von einem Telefon aus (wie beispielsweise bei der Fritz Dect 200, die man vom Fritz Fon schalten kann). Ein spezieller Alexa-Skill ist nicht erforderlich und Sie brauchen auch keine zusätzliche Basisstation für den Amazon Smart Plug. Nur ein WLAN-Router ist Voraussetzung.

Amazon Smart Plug
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© Amazon

Sie richten die Sprachbefehle entweder an die Alexa-App auf Ihrem Smartphone oder an ein vorhandenes Echo oder an ein anderes Alexa-fähiges Gerät wie ein Fire TV oder ein Fire Tablet. Für die Einrichtung des Amazon Smart Plug ist aber zwingend die Alexa-App auf Ihrem iPhone oder Android-Gerät erforderlich. Für den späteren Einsatz reicht auch ein anderes Alexa-fähiges Gerät. Das klappt auch von unterwegs über die Alexa-App.

In der Alexa-App fügen Sie den Smart Plug (101,1 x 56 x 79,4 mm, 157 Gramm) als neues Gerät hinzu. Dazu scannen Sie den QR-Code an der Rückseite des Smart Plug und verbinden ihn mit Ihrem WLAN (nur 2,4-GHz-WLAN-Netzwerke werden unterstützt). Wenn die Einrichtung abgeschlossen ist, können Sie mit „Alexa, schalte Steckdose ein“ den Zwischenstecker einschalten. Alternativ können Sie ihn in der App auch von Hand ein- und ausschalten.

Alexa-App: Smart Plug aus und an.
Vergrößern Alexa-App: Smart Plug aus und an.

Der Zwischenstecker trägt standardmäßig den Namen „Erste Steckdose“. Das „erste“ müssen Sie im Alexa-Befehl aber nur sagen, wenn Sie mehrere Alexa-Smart-Plugs verwenden. Unter den „Einstellungen“ zum Smart Plug in der Alexa-App können Sie den Namen jederzeit ändern.

Einstellungen
Vergrößern Einstellungen

Eine Kontroll-LED befindet sich an der Vorderseite des Smart Plug und ein mechanischer Einschalter ist an der Seite angebracht. Damit können Sie den Plug ein- und ausschalten. Das Design des Alexa Smart Plug ist schlicht, kein Hingucker. Der Amazon Smart Plug ist etwas größer als die Fritz Dect 200 und deutlich größer als Eve Energy. Nur die outdoor-taugliche Fritz Dect 210 ist noch größer, diese ist aber auch spritzwassergeschützt. Das ist der Amazon Smart Plug nicht, er eignet sich also nur für den Innenraumeinsatz und dort nur in trockenen Bereichen. Maximal 10 Ampere kann der Smart Plug ausgeben.

Von links nach rechts: AVM Fritz Dect 200, Eve Energy, Amazon Smart Plug, AVM Fritz Dect 210.
Vergrößern Von links nach rechts: AVM Fritz Dect 200, Eve Energy, Amazon Smart Plug, AVM Fritz Dect 210.

Manko: Der Amazon Smart Plug misst anders als zum Beispiel die Fritz Dect 200/210 nicht den Stromverbrauch des angeschlossenen Gerätes. Damit fehlt dem Amazon Smart Plug eine typische Funktion vieler anderer Zwischenstecker.

Von links nach rechts: AVM Fritz Dect 200, Eve Energy, Amazon Smart Plug, AVM Fritz Dect 210.
Vergrößern Von links nach rechts: AVM Fritz Dect 200, Eve Energy, Amazon Smart Plug, AVM Fritz Dect 210.

Sie können für den Smart Plug keine Zeiträume zur Schaltung festlegen. Sie können also nicht sagen: „Alexa, schalte Steckdose von 19 Uhr bis 23 Uhr ein“. Stattdessen müssen Sie mehrere Timer festlegen, die diese Funktion nachstellen. Also einen Timer, der den Smart Plug um 19 Uhr einschaltet und einen weiteren Timer, der den Smart Plug um 23 Uhr wieder ausschaltet. Zudem können Sie den Smart Plug mit Routinen verbinden, die mehrere Geräte schalten, beispielsweise eine Routine, die morgens das Licht anschaltet, Musik abspielt und die Kaffeemaschine den Kaffee brühen lässt.

Falls Sie den Alexa Smart Plug auf die Werkseinstellungen zurücksetzen wollen: Drücken Sie den Einschaltbutton am Zwischenstecker und halten Sie diesen zwölf Sekunden lang gedrückt.

Amazon Smart Plug für 29,99 Euro kaufen

Siri/Apple Homekit oder Google Assistant oder Cortana unterstützt der Amazon Smart Plug nicht. USB-Ports zum Anschluss weiterer Geräte fehlen. Update Ende

Der einfachste Einstieg in die Welt des Smart Home sind sogenannte Zwischenstecker, die auch als intelligente Steckdosen oder als schaltbare Steckdosen sowie als Smart Plug bezeichnet werden. Funksteckdosen ist ein weiterer Begriff für diese Geräte-Art.

Gemeint sind damit Steckdosen, die man ihrerseits in eine bereits in der Wohnung vorhandene, freie Steckdose steckt. An diese Zwischenstecker schließt man dann das zu schaltende Gerät an; also beispielsweise eine Lampe, eine Kaffeemaschine oder einen Heizlüfter. Oder eine Teichpumpe oder eine Gartenlaterne, wenn es sich um einen Outdoor-Zwischenstecker handelt.

Vorteile der intelligenten Funksteckdosen

* Geringere Stromkosten (wenn die geschalteten Geräte nicht ständig an sind)
* Mehr Komfort (zum Beispiel automatisch warmer Kaffee in der Früh)
* Mehr Sicherheit (Einbrecher abschrecken, leistungshungrige Geräte nicht ständig unter Strom)
* Mehr Kontrolle (wann läuft welches Gerät und verbraucht dabei wie viel Strom?)
* Größere Flexibilität

Unterschied: Intelligente (Funk-)Steckdosen - analoge Zeitschaltuhren

Diese intelligenten Steckdosen sind also die Nachfolger der klassischen analogen Zeitschaltuhren. Letztere haben durchaus noch ihre Berechtigung, wenn es nur darum geht, ein Gerät zur selben Uhrzeit ein- und auszuschalten. Damit vermeiden Sie unnötigen Leerlauf und sparen Geld.

Allerdings haben diese analogen Zeitschaltuhren deutliche Nachteile: Sie schalten das angeschlossene Gerät - etwa eine Lampe - jeden Tag eben zur exakt gleichen Uhrzeit ein und aus. Das macht es aufmerksamen Beobachtern leicht, zu erkennen, dass eine Wohnung tatsächlich unbewohnt ist und das Licht nur Bewohner vortäuschen soll. Zur Einbrecher-Abwehr sind diese Zeitschaltuhren also nur bedingt geeignet.

Mitunter verursachen diese Zeitschaltuhren ein zwar leises, aber trotzdem hörbares Ticken. Speziell im Schlafzimmer mag so mancher Benutzer das als störend empfinden.

Vor allem aber sind diese Zeitschaltuhren unflexibel. Sie können nicht auf besondere Ereignisse reagieren beziehungsweise bieten sie dem Anwender keine Möglichkeit, die voreingestellten Zeiten aus der Ferne zu ändern und damit remote auf aktuelle Vorkommnisse zu reagieren. Zudem können die Zeitschaltuhren keine Meldungen in Form von Pushmails an den Benutzer schicken, diesem also kein Feedback geben.

Und schließlich bieten diese einfachen Zeitschaltuhren auch keine Zusatzfunktionen wie das Messen des Stromverbrauchs der angeschlossenen Elektrogeräte und sie verfügen auch nicht über ein eingebautes Thermometer. Das alles machen aber Zwischenstecker in Form intelligenter Steckdosen beziehungsweise schaltbarer Steckdosen alias Funksteckdosen möglich.

Funksteckdosen im Preisvergleich

Einfache Funksteckdosen

Funksteckdosen in ihrer einfachsten Ausführung finden Sie genauso wie die oben genannten Zeitschaltuhren in jedem Baumarkt. Solche preiswerten Funksteckdosen funken meist über das 433-MHz-Band. Teilweise liefern die Hersteller auch spezielle Fernbedienungen für die Zwischenstecker mit. Solche Sets bestehen beispielsweise aus fünf Funksteckdosen und zwei Fernbedienungen und sind nicht teuer, sondern schon für etwas mehr als 30 Euro erhältlich.

Mit so einer Fernbedienung liegt dann aber ein weiteres Handgerät in Ihrer Wohnung herum. Zudem lassen sich diese einfachen Funksteckdosen weder von unterwegs aus bedienen noch in einem Smart Home mit anderen Geräten verknüpfen. Sie sind also alles andere als smart und stattdessen komplette Insellösungen.

Praktischer ist da der Ansatz, die Zwischenstecker vom Smartphone oder auch von einem Festnetztelefon aus zu bedienen, wie es beispielsweise bei den Zwischensteckern von AVM der Fall ist: Diese kann man mit einem Fritzfon bedienen.

Unterputz, Über-/Aufputz, Zwischenstecker

Wer seine Wohnung oder sein Haus renoviert, kann die üblichen nicht-smarten Wandsteckdosen durch intelligente Steckdosen wie den Homematic Funk-Schaltaktor 1-fach ersetzen. Doch für die Masse der Anwender dürften schaltbare Zwischenstecker, die man in die vorhandene Steckdose steckt, am praktikabelsten sein. Erstens kann man diese Zwischenstecker sofort und ohne bauliche Maßnahmen einsetzen. Zweitens kann man sie ohne Probleme wieder entfernen – das ist bei Mietwohnungen ein großer Vorteil. Und drittens sind keine handwerklichen Fähigkeiten erforderlich beziehungsweise keine gefährlichen Elektroarbeiten.

Wir konzentrieren uns in diesem Artikel deshalb auf Funksteckdosen/Zwischenstecker für die Verwendung in einer bereits bestehenden Wandsteckdose.

Tipp: Intelligente Funksteckdosen mit dem Raspberry Pi basteln

Unterschiedliche Technologien

Praktisch jeder Anbieter von Smart-Home-Geräten hat intelligente, schaltbare Steckdosen alias Zwischenstecker im Angebot. Die einzelnen Geräte unterscheiden sich aber in der Art der Einbindung beziehungsweise Verbindung und in ihrem Funktionsumfang.

So gibt es Modelle, die via WLAN mit dem Router verbunden werden und sich dann von einem Smartphone aus schalten lassen. Eine spezielle Basisstation ist dafür nicht erforderlich. Ein Beispiel ist die TP-Link HS-110 Smart-Home-WLAN-Steckdose. Das spart bei Anschaffung (keine Basisstation erforderlich) und Unterhalt (keine zusätzlichen Stromkosten durch die Basisstation) Geld - ideal für Anwender, die nur eine intelligente Steckdose benötigen und keine darüber hinausgehenden Funktionen wünschen.

Andere Funksteckdosen benötigen dagegen eine spezielle Smart-Home-Basisstation alias Smart-Home-Steuerzentrale alias Smart-Home-Hub wie der Bosch Smart-Home-Zwischenstecker mit App-Funktion. Für diese Lösung muss man deutlich mehr Geld ausgeben. Das macht nur Sinn, wenn man auch noch andere Smart-Home-Funktionen, etwa funkgesteuerte Heizthermostate, Rauchmelder oder Bewegungsmelder und Überwachungskameras nutzen will.

In die gleiche Kategorie fallen die Zwischenstecker von AVM, die allerdings eine Basisstation verwenden, die ohnehin viele Anwender daheim haben: die Fritzbox. Einen ähnlichen Weg geht Apple mit Homekit: Dort dient ein ohnehin vorhandenes Apple TV oder ein iPad als Basisstation, mit dem die intelligenten Steckdosen verbunden werden. Wenn Sie also eine intelligente Funksteckdose via Homekit verwenden wollen, dann muss immer ein Apple TV oder ein iPad eingeschaltet sein. Das iPad muss, damit es als Hub für Homekit dienen kann, an der Steckdose hängen.

AVM setzt bei seinen Fritz Dect 200 und 210 auf Dect ULE zur Datenübertragung. Aber auch Z-Wave findet Verwendung bei der Kommunikation zwischen den Smart-Home-Geräten, zum Beispiel beim Zwischenstecker von Fibaro. Viele Steckdosen verbinden sich aber einfach via WLAN mit dem Router.

Apple Homekit, Amazon Alexa/Echo, Google Assistant, Cortana

Den Zwischenstecker per Sprachbefehl für Alexa steuern: Das ist möglich, wenn der Hersteller der Funksteckdose einen Skill für Amazon Echo zur Verfügung stellt. Amazon verkauft auch selbst einen Smart Plug, der auf Alexa hört: Der Amazon Smart Plug kostet 29,99 Euro und ist seit dem 17. Oktober 2018 erhältlich.

Ebenso können Anbieter von intelligenten Steckdosen diese wie bereits erwähnt in Apple Homekit integrieren und dann via Siri schalten lassen.

Allerdings variiert die Unterstützung der jeweiligen Systeme von großen Unternehmen wie Apple oder Amazon und künftig sicher auch Google - mit Google Home - je nach Anbieter der Funksteckdosen. AVM zum Beispiel unterstützt aus Sicherheits- und Datenschutzgründen weder Homekit noch Amazon Echo noch Google Home noch Cortana. Homematic dagegen ist seit Februar 2017 kompatibel zu Amazon Echo, ebenso wie Qivicon und Elgato sich wiederum in Apple Homekit integrieren lassen.

Eine Sonderlösung ist AVMs Weg, seine Zwischenstecker Fritz Dect 200 durch das Geräusch von Händeklatschen zu steuern. Allerdings klappte das im Test ziemlich unzuverlässig.

Stromverbrauch der intelligenten Steckdosen

Die Funksteckdosen sollen unter anderem dabei helfen, die Stromkosten zu senken. Doch zunächst einmal verbrauchen sie selbst Strom. Der Eigenstromverbrauch unterscheidet sich je nach Modell. Vor dem Kauf sollten Sie also zum Objekt Ihrer Begierde dessen Energieaufnahme im Standby und im geschalteten Zustand lesen.

Kaufberatung: Empfehlenswerte Funksteckdosen

Wir stellen Ihnen nun einige schaltbare Zwischenstecker beziehungsweise Funksteckdosen oder intelligente Steckdosen vor. In unserer Auswahl sollte jeder Nutzer fündig werden.


AVM: Fritz Dect 200 und 210

Sowohl die Fritz Dect 200 als auch die Fritz Dect 210 werden über Dect ULE mit einer Fritzbox verbunden. Ohne Fritzbox in der Wohnung können Sie diese beiden Zwischenstecker nicht verwenden. Das ist aber in vielen Fällen kein Nachteil, sondern ein Vorteil: Denn wer eine Fritzbox besitzt, kann damit die Vorteile von Funksteckdosen nutzen, ohne dass er dafür noch eigens eine Basisstation für das Smart Home anschaffen muss. Sie sparen bei der Kombination aus Fritzbox und Fritz Dect 200/210 also nicht nur die Anschaffungskosten für die Basisstation, sondern auch im Betrieb die durch eine Basisstation verursachten zusätzlichen Stromkosten. Zudem besitzt Ihr Smart-Home-System damit eine potenzielle Fehlerquelle weniger, weil ein Gerät, eben die Basisstation, entfällt.

Fritz Dect 200 von AVM
Vergrößern Fritz Dect 200 von AVM

AVM Fritz Dect 200 im Preisvergleich und Fritz Dect 200 bei Media Markt kaufen und Fritz Dect 200 bei Amazon kaufen

AVM Fritz Dect 210 im Preisvergleich und Fritz Dect 210 bei Media Markt kaufen und Fritz Dect 210 bei Amazon kaufen

Test: AVM Fritz Dect 200

AVM Fritz Dect 210
Vergrößern AVM Fritz Dect 210
© AVM

Test: AVM Fritz Dect 210

Sie können die an Fritz Dect 200 und 210 angeschlossenen Geräte nach einem vorgegebenen Zeitmuster, nach diversen Kalendern und auch jederzeit von Hand schalten. Das klappt nicht nur über das Web-Frontend der Fritzbox, sondern auch bestens von außerhalb Ihres Hauses – dank Fernzugriff über die My-Fritz-App. Außerdem können Sie beide Zwischenstecker von einem Fritzfon ein- und ausschalten. Theoretisch können Sie Fritz Dect 200 und 210 auch durch das Geräusch von klatschenden Händen schalten. Im Test klappte das aber nur sehr unzuverlässig.

Zusätzlich dienen beide Funksteckdosen auch als Thermometer, dessen Werte Sie ebenfalls via Web-Frontend, My-Fritz-App und Fritzfon ablesen können. Fritz Dect 200 und 210 messen zudem den Stromverbrauch der angeschlossenen Geräte.

Kleines Extra: Hersteller AVM verbaut auch ein Mikrofon in beiden Zwischensteckern. Das dient derzeit nur dazu, die beiden Funksteckdosen auch über Geräusche zu steuern. Doch vielleicht legt AVM ja bald weitere Nutzungsmöglichkeiten nach?

Cool: Sie können die beiden Funksteckdosen von AVM auch mit dem Bewegungsmelder der Deutschen Telekom schalten.

Der Unterschied zwischen Fritz Dect 200 und 210: Letztere ist outdoorfähig, spritzwassergeschützt, ermöglicht eine höhere Leistungsaufnahme und kommt mit mehr Ampere zurecht.

AVM: Smart Home mit Fritzbox - alle Geräte und Möglichkeiten

Übrigens: Auch die Powerline-Steckdose Fritz Powerline 546E kann eingesteckte Geräte schalten. Sie unterscheidet sich von Fritz Dect 200 und 210 aber dadurch, dass sie die Daten nicht via Dect ULE, sondern über WLAN überträgt.

AVM-Geräte unterstützen derzeit weder Apple Homekit noch Amazon Alexa noch Siri/Homekit.

Tipp: So schalten Sie die AVM-Funksteckdosen Fritz Dect 200 und Fritz Dect 210 über einen Bewegungsmelder der Deutschen Telekom.


Eve Energy von Corsair (ehemals Elgato)

Corsair hat das Münchner Unternehmen Elgato aufgekauft. Elgato bietet mit Eve Energy für knapp 50 Euro einen Zwischenstecker an, der zu Apple Homekit kompatibel ist. Mit Eve Energy schalten Sie die angeschlossenen Geräte ein und aus und messen deren Stromverbrauch. Dank der Homekit-Integration können Sie die intelligente Steckdose sogar mit Siri steuern. Der Datenaustausch zwischen dem Zwischenstecker und dem iPhone oder iPad erfolgt via Bluetooth Smart. Ein Thermometer verbaut Elgato aber nicht im Eve Energy, sondern verkauft Thermometer und Hygrometer separat als Eve Degree, das Sie auf Amazon und bei Media Markt kaufen können.

Elgato Eve Energy
Vergrößern Elgato Eve Energy
© Elgato

Smart Home von Elgato Eve: Thermo, Weather, Room und Energy

Eve Energy im Preisvergleich und Eve Energy bei Media Markt kaufen und Eve Energy bei Amazon kaufen

Die Bedienung erfolgt in der Regel über das iOS-Gerät – über die App oder via Siri. Die maximale Schaltleistung beträgt 11 Ampere und 2500 Watt. Ein mechanischer Schalter ist ebenfalls vorhanden.

Gut: Dank iPhone erkennt Eve Energy, wenn Sie die Wohnung betreten und kann abhängig davon schalten.

Fernzugriff ist ebenfalls möglich. Dazu benötigen Sie entweder ein Apple TV oder ein iPad als Homekit-Basisstation, die über die iCloud die Verbindung zu Ihrem iPhone hält. Wenn Sie dann von unterwegs die intelligente Steckdose ein- oder ausschalten oder den Stromverbrauch des angeschlossenen Gerätes überprüfen wollen, dann machen Sie das über die App auf Ihrem iPhone. Diese verbindet sich mit der iCloud, von dort gehen die Daten zum iPad oder Apple TV in Ihrer Wohnung und von dort zur Eve Energy.


Homematic

Homematic von der EQ-3 AG (die zu dem bekannten Elektronik-Fachhändler ELV gehört) bietet ebenfalls intelligente Steckdosen an, wie den Homematic Funk-Schaltaktor 1-fach für rund 40 Euro. Der Zwischenstecker misst auch den Energieverbrauch der angeschlossenen Geräte. Ein Thermometer ist in dem Zwischenstecker von Homematic nicht verbaut.

Homematic Funk-Schaltaktor 1-fach Aufputz und Unterputz im Preisvergleich und Homematic Funk-Schaltaktor 1-fach bei Media Markt kaufen und Homematic Funkschaltaktor 1-fach bei Amazon kaufen

HomeMatic Funk-Schaltaktor 1-fach
Vergrößern HomeMatic Funk-Schaltaktor 1-fach
© ELV

Den Zwischenstecker allein kann man ohne die Homematic Zentrale CCU2 betreiben. Dann schalten Sie ihn mit Hilfe anderer Homematic-Komponenten wie einer Fernbedienung. Gerade das will man in einem Smart Home aber vermeiden. Dann wird es aber teuer: Denn eine Steuerung per App ist nur mit der CCU2 oder einer vergleichbaren Zentrale wie beispielsweise Mediola möglich. Gleiches gilt für den Fernzugriff.

Um diesen Zwischenstecker also wirklich intelligent nutzen zu können, benötigen Sie in der Regel doch die Basisstation Homematic Zentrale CCU2. Für diese müssen Sie aber noch mal 70 Euro extra berappen. Für eine reine Steckdosen-Lösung ist das ganz schön teuer. Alternativ können Sie zu Homematic IP greifen, ebenfalls von EQ-3. Andern als bei Homematic benötigen Sie hier keine CCU2 als zentrale Steuereinheit, Homematic IP ist cloudbasiert. Die entsprechende Homematic-IP-Schaltsteckdose kostet rund 40 Euro bei Amazon und ebenso viel bei Media Markt.

Das Smart-Home-System Homematic IP können Sie auch über Amazon Alexa bedienen. Damit gehorchen die Zwischenstecker von Homematic aufs Wort.


Auch D-Link hat eine intelligente Steckdose im Angebot: die Mydlink Wifi Smart Plug für rund 30 Euro. Die steuerbare Steckdose  benötigt zwingend eine Verbindung ins heimische WLAN; Sie schalten die Steckdose vom Smartphone aus über die WLAN-Verbindung. Die Steuerung erfolgt dann über die Mydlink-Home-App (kostenfrei) – egal, ob zu Hause oder von unterwegs aus. Der Zwischenstecker ist ebenfalls kompatibel zu Amazon Echo/Alexa.

D-Link DSP-W115 mydlink Wifi Smart Plug bei Media Markt kaufen und D-Link Mydlink Wifi Smart Plug bei Amazon kaufen

D-Link Mydlink Home Smart Plug DSP-W215
Vergrößern D-Link Mydlink Home Smart Plug DSP-W215
© D-Link

Für die App benötigen Sie ein Mydlink-Konto, weil die Verbindung zwischen dem Smart-Home-Gerät und dem Smartphone oder Tablet über die Cloud läuft, unabhängig davon, ob Sie sich zu Hause oder unterwegs befinden.
 
Für den Smart Plug benötigen Sie keinen Smart Home Hub von D-Link, weil der Smart Plug WLAN-basiert ist. Der Zwischenstecker wird nur mit einem beliebigen WLAN-Router und der Mydlink-Home-App und einem Smartphone oder Tablet verbunden.

Mit rund 30 Euro ist die DSP-W215 relativ preiswert, zumal Sie dafür keine zusätzliche Basisstation benötigen. Geräte mit maximal 16 Ampere Strombedarf lassen sich damit schalten. Die Mydlink Home Smart Plug DSP-W215 misst ebenfalls den Stromverbrauch der angeschlossenen Geräte. Ein Thermometer ist nicht verbaut.

Hinweis: Der Mydlink Home Connected Hub wird immer dann benötigt, sobald Z-Wave-Komponenten (also die Smart-Home-Geräte von D-Link, die keine eigene Stromversorgung haben, sondern mit Batterie betrieben werden) mit im Spiel sind.


Die TP-Link HS110 für knapp 40 Euro hängen Sie via WLAN in Ihr Heimnetzwerk ein. Auf dem iPhone oder Android-Smartphone installieren Sie dann noch die Kasa-App, über die Sie den Zwischenstecker bedienen. Sie können Zeitpläne für die Schaltzeiten einrichten und den Stromverbrauch der angeschlossenen Geräte messen.

TP-Link HS-110 Smart Home WLAN-Steckdose
Vergrößern TP-Link HS-110 Smart Home WLAN-Steckdose
© TP-Link

Eine Basisstation ist nicht erforderlich, Sie können den Zwischenstecker aber auch über Amazon Echo und Google Home steuern. Fernzugriff ist ebenfalls möglich.


Bosch Smart-Home-Zwischenstecker mit App-Funktion

Um diesen Zwischenstecker von Bosch für rund 51 Euro nutzen zu können , benötigen Sie noch den Controller, der separat 129 Euro kostet. Der Zwischenstecker schaltet Geräte mit bis zu 3.680 Watt Leistungsaufnahme und misst deren Energieverbrauch.

Der Bosch-Smart-Home-Controller ist mit unserem Router verbunden.
Vergrößern Der Bosch-Smart-Home-Controller ist mit unserem Router verbunden.

Idealerweise kaufen Sie zum Start in die Bosch-Smart-Home-Welt eines der drei Smarter-Sets für Raumklima oder Sicherheit oder Heizung und erweitern dieses dann mit dem Zwischenstecker. Falls Sie nur den Zwischenstecker allein benötigen, ist das hochpreisige Bosch-Smart-Home-System für Sie nicht geeignet, weil viel zu teuer. Hier empfehlen sich dann eher Fritz Dect 200 und Fritz Dect 210 von AVM.

Der eingesteckte und eingeschaltete Zwischenstecker.
Vergrößern Der eingesteckte und eingeschaltete Zwischenstecker.

Den Smart-Home-Controller von Bosch verbinden Sie wie gehabt mit Ihrem WLAN-Router und einer Steckdose und richten anschließend den Controller via App für iOS und Android ein. Das klappte in unserem Test einwandfrei. Vermutlich lädt die App danach erstmal ein größeres Firmware-Update für den Bosch-Controller herunter.

Zwischenstecker in der App.
Vergrößern Zwischenstecker in der App.

Sobald die Einrichtung des Controllers und der App abgeschlossen ist, können Sie in der App den Zwischenstecker hinzufügen. Das geht relativ einfach: Scannen Sie einfach den mit dem Zwischenstecker mitgelieferten QR-Code mit Ihrer Smartphone-Kamera.

Zwischenstecker in der App.
Vergrößern Zwischenstecker in der App.

Den Zwischenstecker können Sie nun jederzeit von der App ein- und ausschalten. Das geht auch von außerhalb Ihres Heimnetzwerks, wenn Sie Bosch Smart Home entsprechend konfigurieren. Sie können also beispielsweise vom Büro aus die bereits eingeschaltete und mit dem Zwischenstecker verbundene Kaffeemaschine zu Hause via App einschalten, um beim Eintreffen zu Hause ein frisch aufgebrühtes Heißgetränk vorzufinden.

Der Zwischenstecker zeigt Ihnen zudem den Stromverbrauch des angeschlossenen Elektrogerätes an. Anders als beispielsweise die Zwischenstecker von AVM besitzt er aber kein Mikrofon und auch kein Thermometer.


Fibaro Wallplug-Z-Wave-Zwischenstecker

Wer es gern farbenfroh hat, sollte sich den Fibaro Wallplug-Zwischenstecker für knapp über 50 Euro anschauen. Sein LED-Leuchtring zeigt nämlich den Stromverbrauch an. Das kann einem gefallen, kann aber auch nerven. Sie können Geräte mit maximal 2500 Watt Leistungsaufnahme an diesen Zwischenstecker hängen.

Fibaro Wallplug Z-Wave Zwischenstecker
Vergrößern Fibaro Wallplug Z-Wave Zwischenstecker
© Fibaro

Wichtig: Er kommuniziert über das Z-Wave-Protokoll mit geeigneten Gegenstellen: Sie benötigen für den Fibaro Wallplug also eine passende Smart-Home-Basisstation.


iSmartalarm Smart Wifi Plug

Den iSmartalarm Smart Wifi Plug für rund 37 Euro schalten Sie ebenfalls per App für iOS und Android.

iSmartalarm Smart WiFi Plug
Vergrößern iSmartalarm Smart WiFi Plug
© iSmart

Der Zwischenstecker wird mit dem heimischen WLAN verbunden, bietet auch Fernzugriff von außerhalb und misst auch den Stromverbrauch.

Lese-Tipp: iSmartalarm Smart Wifi Plug im Test


Wemo Insight Switch

Der Wemo Insight Switch von Belkin kostet deutlich mehr als die anderen Zwischenstecker, um die 71 Euro müssen Sie dafür locker machen. Er lässt sich auch via Amazon Echo schalten und benötigt keine Basisstation. Die Wemo-App steht für iOS und Android zur Verfügung, die Einbindung ins Heimnetzwerk erfolgt via WLAN. Der Switch schaltet Geräte mit maximal 15 Ampere und 1800 Watt, auch aus der Ferne, misst den Stromverbrauch und verschickt Nachrichten.

WeMo Insight Switch von Belkin
Vergrößern WeMo Insight Switch von Belkin
© Belkin

Zur Hochform läuft der Wemo Insight Switch auf, wenn man ihn mit dem Webdienst IFTTT verknüpft. Mit „If This Than That“ können Sie Regeln nach dem Prinzip „Wenn dieses Ereignis eintritt, dann tue das“ definieren. Also beispielsweise Mails verschicken, wenn ein bestimmtes Ereignis eintrifft.

Wenn-Dann-Regeln im Internet der Dinge nutzen


Qivicon: Das Smart-Home-System der Telekom

Von Qivicon gibt es verschiedene Bitron-Zwischenstecker , teilweise mit Verbrauchsmessung und eine Variante sogar mit Dimmerfunktion für knapp 50 Euro.

Die Qivicon-Zwischenstecker lassen sich auch per Amazon Echo schalten. In erster Linie werden Qivicon-Produkte aber über das Zigbee-Protokoll bedient. Zudem benötigen Sie die Qivicon Home Base, wodurch zusätzliche Kosten entstehen.


Energenie EG-PMS2-WLAN: 6-fach-Steckdosenleiste

Sogar eine komplette Steckdosenleiste können Sie über WLAN steuern, zum Beispiel die Energenie EG-PMS2-WLAN für rund 103 Euro . Sie schalten die Steckdosenleiste via iOS- oder Android-App auch von außerhalb Ihres WLANs. Vier der sechs Steckplätze sind über WLAN oder LAN und das Web-Frontend der Energenie steuerbar. Außerdem gibt es programmierbare Zeit- oder Ereignisschaltungen. Die Steckdosenleiste besitzt einen Überspannungsschutz.

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Smart Home - darum geht es.

Smart Home umschreibt einen der vermutlich am stärksten wachsenden Trends der Zukunft: Intelligente Geräte und Haus-Steuerungssysteme, die Ihnen Ihr Leben erleichtern sollen. Denkbar und vielfach bereits erhältlich sind dabei Lösungen wie Einbruchschutz oder Sets zum Stromsparen. Oder Intelligente Systeme zur Hausbelüftung oder Heizungssteuerung. Smart TVs bringen das Internet ins Wohnzimmer und Waschmaschinen lassen sich per App steuern. Über intelligente Stromzähler haben Sie mit einem Blick aufs Smartphone den aktuellen Stromverbrauch im Griff. Sie sehen, die möglichen Anwendungen sind vielfältig. In diesem Themenbereich widmen wir uns dem Thema Smart Home, erklären, wie die Technik funktioniert und wie intelligent vorhandene Lösungen am Markt wirklich sind.

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