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Fritzbox-Heimnetzzugang per App einrichten

03.02.2017 | 09:35 Uhr |

Mit der Android-App Myfritz App 2 will der Hersteller der Fritzbox AVM die einfache Einrichtung von einem Heimnetzzugang möglich machen.

Ein VPN ist sehr praktisch: Sie können damit von überall sicher auf Ihr Heimnetz zugreifen oder Einstellungen im Router ändern. Allerdings kostet es meistens erheblichen Aufwand, einen sicheren Zugang zum Heimnetz einzurichten: Selbst wenn der Hersteller Sie wie AVM mit Assistenten, Vorlagen, Tools und eigenen Dyn-DNS-Diensten dabei unterstützt, müssen Sie sich immer noch mit einer Menge Passwörtern und Menüeinstellungen beschäftigen.

AVM will daher mit der neuen Android-App Myfritz App 2 das Einrichten einer VPN-Verbindung zu einer Fritzbox und den daran angeschlossenen Heimnetzgeräten noch einfacher machen. Voraussetzung für den Einsatz der App ist ein Android-Gerät mit der Version 4.0 oder neuer sowie eine Fritzbox, auf der Fritz-OS 6.50 oder neuer installiert ist.

Damit die VPN-App auf die Fritzbox zugreifen kann, müssen Sie im Routermenü den Zugriff von Anwendungen gestatten. Normalerweise ist das in den Werkseinstellungen so vorgesehen. Nur falls Sie diese Option deaktiviert haben, müssen Sie sie für die VPN-App wieder einschalten. Melden Sie sich dazu im Browser-Menü der Fritzbox an und gehen Sie auf „Heimnetz -> Heimnetzübersicht -> Netzwerkeinstellungen. Setzen Sie dann einen Haken bei „Zugriff für Anwendungen zulassen“. Laden Sie anschließend die App aus dem Google Play Store herunter.

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Damit Sie die VPN-Verbindung einrichten können, muss das Android-Gerät mittels WLAN mit der Fritzbox verbunden sein. Starten Sie die App und melden Sie sich nun mit den Zugangsdaten für die Fritzbox an. Anschließend tippen Sie auf der Startseite der App auf „Heimnetzverbindung einrichten“. Die App meldet dann, dass sie eine Verbindung zur Fritzbox aufbauen will: Bestätigen Sie dies mit „Einrichten“. Jetzt dauert es nur wenige Sekunden, bis die VPN-Verbindung zur Fritzbox konfiguriert ist.

Rufen Sie die App im Anschluss daran auf: Wenn Sie sich im Heimnetz befinden, meldet sie: Sie sind zu Hause. Außerhalb des eigenen WLANs sehen Sie dagegen auf der Startseite einen Schieberegler, der auf „Inaktiv“ steht. Um die VPN-Verbindung zum Heimnetz aufzubauen, schieben Sie den Regler nach rechts auf „Aktiv“. Ein grüner Balken darunter zeigt Ihnen an, über welches Netz die VPN-Verbindung läuft – etwa „WLAN unterwegs“ oder „Mobilfunk“. In der Statusleiste links oben sehen Sie ein kleines Haussymbol: Wenn Sie die Leiste danach durch Wischen nach unten öffnen, so können Sie über einen Tipp auf „Heimnetzverbindung“ jederzeit auf die App zugreifen.

Rechts oben zeigt ein Schloss-Symbol an, dass die sichere VPN-Verbindung aufgebaut ist. Wenn Sie in der Fritz-App nach oben wischen, sehen Sie eine Liste mit den Geräten im Heimnetz. Ist der Name blau unterlegt und hat er ein blaues Symbol auf der rechten Seite, können Sie über einen Tipp darauf sein Browser-Menü aufrufen – das klappt beispielsweise bei einem NAS-System, einem Powerline-Adapter oder einem WLAN-Repeater. Ganz oben in der Liste steht Ihre Fritzbox zu Hause. Über „Im Browser anzeigen“ greifen Sie per VPN auf deren Konfigurationsmenü zu.

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Das App-Menü erreichen Sie über die drei waagrechten Striche links oben: Über „Nachrichten“ rufen Sie direkt die Anrufliste der Fritzbox auf, über „FRITZ!NAS“ den internen Speicher der Fritzbox und eine eventuell am Router angeschlossene Festplatte. Wollen Sie auf die Dateien zugreifen, müssen Sie den Dienst über „Aktivieren“ einschalten. Mithilfe von „Smart Home“ ist es möglich, über VPN Smart-Home-Geräte zu steuern, die mit der Fritzbox verbunden sind. Und über „Komfortfunktionen“ schalten Sie den Anrufbeantworter des Routers ein und legen Rufumleitungen fest. Für die VPN-Verbindung mittels App brauchen Sie auch keinen DynDNS-Dienst wie zum Beispiel Myfritz einzurichten. Die App benutzt einen Push-Service des Android-Betriebssystems, um die öffentliche IP-Adresse der Fritzbox zu erfahren.

Derzeit funktioniert über die App nur der geschützte Zugriff auf die Fritzbox und das Heimnetz – deshalb spricht AVM in der App ausschließlich von Heimnetzverbindung, nicht von einem VPN. Wenn Sie Webseiten oder Internetdienste aufrufen, dann läuft dieser Datenverkehr nicht über die heimische Fritzbox: Befinden Sie sich im Ausland, können Sie deshalb beispielsweise keine Streamingdienste oder Pay-TV-Apps wie etwa Sky Go verwenden, die nur in Deutschland verfügbar sind.

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