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Freches Crashtest-Video: Tesla verspottet Volvo – und 63.000 Stornierungen

03.08.2017 | 10:55 Uhr |

Volvos gelten als sehr sichere Autos. Doch Elon Musk verbreitet ein Crashtest-Video, in dem ein Model 3 einen Volvo S60 alt aussehen lässt. 63.000 Kunden stornierten aber ihre Vorbestellungen für ein Model 3.

Crash-Sicherheit ist für Tesla immer schon ein wichtiges Thema gewesen. Tesla erhebt den Anspruch besonders sichere Autos zu bauen. Da bietet sich natürlich ein Crashtest-Vergleich mit Volvo an – der schwedisch-chinesische Automobil-Hersteller wirbt seit Jahrzehnten mit der hohen Crashsicherheit seiner Fahrzeuge. Angesichts dieser Herausforderung juckte es Elon Musk offensichtlich in den Fingern ein Video zu twittern, das das Crashverhalten eines Model 3 mit dem eines Volvo S60 beim seitlichen Pfahl-Aufprall-Crashtest vergleicht. Der Volvo bekam 2016 Bestnoten beim US-Crashtest.

Das Video spricht eine klare Sprache: A-Säule, Fahrertür und überhaupt die gesamte Fahrerseite des Tesla Model 3 geben kaum nach, wohingegen beim Volvo S60 die Fahrgastzelle deutlich eingedrückt wird. Fairerweise muss man aber sagen, dass der S60 natürlich schon vor vielen Jahren entwickelt wurde, während das Model 3 eben ganz neu auf den Markt kam. Außerdem sagt die Eindringtiefe noch nichts über die Belastungen aus, denen die Körper der Insassen ausgesetzt sind. Denn zu starre Konstruktionen sind auch nicht gut, schließlich muss die bei einem Crash aufgebaute Energie ja irgendwohin abgeleitet werden. Deshalb gibt es ja auch Knautschzonen, die allerdings bei einem Seitenaufprall kaum zur Verfügung stehen. 

63.000 Stornierungen für Model 3

518.000 Vorbestellungen konnte Tesla für das Model 3, das erste bezahlbare Volumenmodell seines Elektroautos, an Land ziehen (die US-Preise beginnen bei 35.000 Dollar). Doch immerhin rund 63.000 Vorbesteller stornierten ihre Reservierung wieder, wie Tesla-Chef Elon Musk mitteilte. Das sind mehr Menschen, als bisher im laufenden Jahr 2017 überhaupt einen Tesla ausgeliefert bekommen haben.

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Somit bleiben noch 455.000 Vorbesteller für das Model 3 übrig. Diese zu beliefern dürfte Tesla ohnehin genügend beanspruchen. Zumal laut Tesla jeden Tag durchschnittlich rund 1800 Neubestellungen für das Model 3 hinzukommen. Wer heute ein Model 3 bestellt, wird vermutlich bis Ende 2018 warten müssen, bis er sein Fahrzeug tatsächlich erhält.

Tesla will die Produktion des Model 3 kontinuierlich hochfahren und Ende 2017 5000 Exemplare dieses Fahrzeugtyps pro Woche fertigstellen. Irgendwann im Jahr 2018 soll Tesla dann sogar 10.000 Model 3 pro Woche fertigen können. Musk zufolge habe Tesla viel aus den Fehlern gelernt, die es mit den hochpreisigeren Model S und X gemacht habe. Beim Model 3 würden die Produktionskosten okay sein, fügte Musk zufrieden hinzu.

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Model Y

„Das nächste große Ding“ von Tesla soll ein kompaktes SUV als preiswerte Alternative zum Model X werden. Ähnlich wie das Model 3 die preiswerte Alternative zum Model S darstellt. Als Name für das neue SUV wird Model Y gehandelt, sicher bestätigt ist das aber noch nicht. Bei dessen Herstellung will Tesla möglichst viele Komponenten vom Model 3 verwenden, um das neue Fahrzeug möglichst bald fertig zu bekommen und um die Entwicklungskosten zu senken.

Das erste produzierte Model 3 parkt übrigens in der Garage von Elon Musk. Tesla hatte es am 7. Juli ausgeliefert. Am 28. Juli 2017 hat Tesla im Rahmen einer Übergabe-Party weitere 30 Model 3 an Kunden übergeben.

In der ersten Hälfte des Geschäftsjahres 2017 hat Tesla eigenen Angaben zufolge 47.077 Elektro-Autos vom Typ Model S und Model X ausgeliefert.

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