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Fortnite: Epic Games einigt sich außergerichtlich mit Cheater

05.12.2017 | 15:40 Uhr |

Epic Games sorgte nicht nur mit einer Banwelle gegen Cheater für Aufsehen, das Entwicklerstudio ging sogar den Schritt vor Gericht und verklagte zwei der Cheater. Einer der beiden ist erst 14 Jahre alt. Die Mutter legte Beschwerde ein. Mittlerweile hat sich Epic mit einem der Cheater außergerichtlich einigen können.

Update vom 05.12.2017 -  Epic einigt sich außergerichtlich mit Cheater

Laut der Website Gamasutra hat sich Epic mit einem der Cheater außergerichtlich geeinigt. Eine Verfügung verpflichtet Vraspir (Nick-Name des Cheaters) nie wieder zu cheaten. Zudem darf er Epics Urheberrechte nicht mehr verletzen und muss alle Cheats in seinem Besitz zerstören und sich in Zukunft strikt an geltende Regeln handeln. Bei Zuwiderhandlung seitens Vraspir, muss er eine Vertragsstrafe von 5.000 US-Dollar zahlen. Hinzu kämen Gerichtskosten sowie weitere Zahlungen, die das Gericht für angemessen hält. Für seine bereits erfolgten Vergehen muss Vraspir vorerst nichts bezahlen. In diesem Fall handelt es sich nicht um den minderjährigen Cheater; der Fall in dem die Mutter vor Gericht Beschwerde eingelegt hat ist weiterhin offen.

Ursprüngliche Meldung vom 28.11.2017:

Epic Games kann momentan mit seinem „Battle Royale“-Modus für ihr neues Spiel Fortnite Erfolge feiern. Wie so oft bei Multiplayer-Shootern sind natürlich auch relativ schnell Cheats für das Spiel aufgetaucht. Epic Games reagierte mit haufenweise gebannten Accounts, ging aber sogar noch einen Schritt weiter und verklagte zwei der Cheater sogar vor Gericht. Wie sich nun herausstellte ist einer der zwei Angeklagten ein 14-jähriger Junge aus den USA. Der Junge soll sich von einer Website einen kostenpflichtigen Aimbot gekauft haben und sich so einen großen Vorteil gegenüber fairen Spielern erschlichen haben. Damit hat er nicht nur gegen die Endbenutzervereinbarung und die Urheberrechte von Epic Games verstoßen, er soll so auch aktiv an der Entwicklung der Cheat-Software mitgewirkt haben.

Dessen Mutter will die Anklage allerdings nicht so einfach akzeptieren. Vor Gericht reichte sie Beschwerde ein. Mit folgenden Argumenten versucht die Mutter die Klage von Epic Games gegen ihren Sohn abzuschmettern:

•    Es gab von der Mutter nie eine Zustimmung der Einverständniserklärung, dass ihr minderjähriger Sohn Fortnite spielen durfte, diese wird allerdings in den Nutzungsbedingungen des Spiels vorausgesetzt.
•    Das Unternehmen könne keine Nachweise einreichen, die belegen, welche Gewinnverluste Epic Games durch die Aktivitäten ihres Sohnes erleiden musste, da es sich bei besagtem „Battle Royale“-Modus um eine Free-2-Play-Variante des Spiels handle. Epic Games gab als eine der Gründe der Klage „massive Gewinnverluste“ an.
•    Epic Games habe ihren Sohn als Sündenbock herausgepickt, anstatt intensiv gegen Produzenten von Cheat-Software vorzugehen.
•    Ihr Sohn habe lediglich eine Cheat-Software verwendet, jedoch niemals aktiv mitentwickelt. So könne Epic Games auch niemals beweisen, dass der 14-Jährige Modifikationen am Code vorgenommen habe.
•    Das Entwicklerstudio verstößt gegen Gesetzte des US-Bundesstaates Delaware, da Epic Games den Namen ihres Sohnes veröffentlicht habe.

Es bleibt abzuwarten, wie das Gericht nun vorgeht. Die Mutter habe die Nutzung von Cheat-Software durch den Sohn durch diese Punkte ja quasi zugegeben. Zudem gib es im US-Bundesstaat keine Haftungsbeschränkung der Eltern für Handlungen ihrer Kinder. So kann der Mutter noch ein finanzielles Desaster bevorstehen.

Epic Games will Cheater weiterhin mit allen ihnen zu Verfügung stehenden Mitteln bekämpfen und will auch in diesem Fall keine Milde walten lassen.

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