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Flug zum Mars könnte Krebs verursachen

02.10.2018 | 15:39 Uhr | Michael Söldner

Im Rahmen eines Experimentes wurde die Auswirkung von ionisierte Strahlung untersucht.

Seit Jahrzehnten träumt die Menschheit von einer bemannten Reise zum Mars. Doch nicht nur die Entfernung stellt die Raumfahrt vor Probleme, auch die gesundheitlichen Auswirkungen der lebensfeindlichen Umgebung. Das Georgetown University Medical Center (GUMC) hat im Rahmen einer Studie die Auswirkungen von ionisierter Strahlung auf den Magen-Darm-Kanal untersucht. Auf der mehrjährigen Reise zum Mars und zurück wären Astronauten großen Mengen dieser Strahlung ausgesetzt, effektive Möglichkeiten zur Blockierung der Strahlen gibt es schlicht noch nicht. Die derzeit verwendeten Schilde reichen nach Ansicht der Forscher nicht aus. Medikamente könnten den Effekt zwar reduzieren, doch entwickelt wurden auch diese noch nicht. 

Speziell der Magen-Darm-Kanal macht Medizinern bei Reisen zum Mars große Sorgen, da sich dessen Zellen alle drei bis fünf Jahre komplett erneuern. Störungen dieses Prozesses könnten zur Bildung von Tumoren führen. Die US-Raumfahrtagentur NASA führte daher Experimente mit Mäusen durch, die schwerer Strahlung ausgesetzt wurden. Gammastrahlen führen demnach nur zur kleinen Veränderungen, die innerhalb von zwei Monaten wieder verschwinden. Die ionisierte Strahlung hingegen führte zu starken Zellschädigungen, die auch Jahre später noch Folgen hatte. 

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