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Flickr: Gratis nur noch 1000 Fotos statt 1 TB erlaubt

02.11.2018 | 13:31 Uhr |

Flickr ändert sein Gratis-Angebot deutlich: Statt 1 Terabyte sind künftig nur noch maximal 1.000 Fotos erlaubt. Jetzt heißt es schnell handeln.

Der Online-Bilderdienst Flickr ändert sein Angebot deutlich. Änderungen waren erwartet worden, nachdem Flickr im April 2018 mit SmugMug den Besitzer gewechselt hatte. Zuvor gehörte Flickr dem Online-Riesen Yahoo.

Bei den kostenlosen Accounts von Flickr sind künftig nur noch maximal 1.000 Fotos oder Videos hochladbar. Bisher durften bis zu 1 Terabyte an Fotos und Videos bei Flickr hochgeladen werden. Die Änderung tritt am 8. Januar 2019 in Kraft. Wer mehr als 1.000 Inhalte bei Flickr gelagert hat, der sollte bis zum 5. Februar 2019 die Inhalte lokal herunterladen. Nach diesem Zeitpunkt wird Flickr nach und nach die überschüssigen Bilder und Fotos löschen, bis auf den jeweiligen Gratis-Konten nur noch maximal 1.000 Inhalte enthalten sind.

Alternativ erhalten Gratis-Nutzer die Möglichkeit, mit einem Rabatt von 30 Prozent (im ersten Jahr) zu Flickr Pro zu wechseln. Hier gibt es unbegrenzten und werbefreien Speicherplatz und diverse weitere Extras.

Laut der Mitteilung von Flickr sind nur 3 Prozent der Nutzer, die den Dienst gratis nutzen, von der Änderung betroffen. 97 Prozent haben also auf Flickr bisher weniger als 1.000 Fotos oder Videos hochgeladen.

Die Änderung soll laut den neuen Betreibern dafür sorgen, dass vermehrt Foto-Fans den Dienst suchen und als Community nutzen. Die Einführung des 1 Terabyte großen, kostenlosen Speicherplatzes seitens Yahoo im Jahr 2013 sei dagegen ein Fehler gewesen. Neue Nutzer seien vor allem aufgrund des üppigen, kostenlosen Online-Speichers zu Flickr gestoßen und das Angebot sei weniger von Liebhabern der Fotografie genutzt worden.

"Dies führte zu einer signifikanten tonalen Verschiebung in unserer Plattform. Weg von der Interaktion mit der Community und der Erforschung gemeinsamer Interessen, die Flickr zum besten gemeinsamen Zuhause für Fotografen der Welt macht. Wir kennen (viele von euch), die diesen Wandel nicht mochte, und mit diesem Wandel verpflichten wir Flickr erneut, sich auf die Förderung dieser Interaktion zu konzentrieren", heißt es in der Mitteilung von Flickr.

Die Änderung soll außerdem dafür sorgen, dass Flickr sich mehr durch die Einnahmen durch die Abonnenten des Dienstes finanzieren lässt. "Das Verschenken von riesigen Mengen an Speicherplatz schafft Daten, die an Werbetreibende verkauft werden können, mit dem unvermeidlichen Ergebnis, dass die Interessen der Werbetreibenden über die der Nutzer gestellt werden", erläutert Flickr. Das soll sich nun künftig ändern und damit sollen wieder die Nutzer von Flickr in den Mittelpunkt rücken.

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