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Firefox: Mozilla-Add-on sperrt Facebook in Container

28.03.2018 | 12:44 Uhr |

Mozilla stellt für Firefox mit Facebook Container eine neue Erweiterung zum Download bereit. Sie isoliert Facebook.

Mozilla schaltet sich mit der neuen Firefox-Erweiterung Facebook Container in die aktuelle öffentliche Debatte um den Umgang von Facebook mit Nutzer-Daten ein. Von Facebook selbst hat sich Mozilla mit seinem Facebook-Profil bereits vorübergehend verabschiedet. Mit Facebook Container erhalten die Nutzer nun ein Facebook-Add-On, welches verhindert, dass beim Surfen auf Facebook Nutzer-Daten getrackt werden können.

Dabei ist der Name Programm: Die Erweiterung Firefox Container sperrt Facebook während einer Surf-Session quasi in einen Container und trennt ihn und dessen Daten damit vom Rest des Browsers ab. Also wie bei einer Sandbox. Oben rechts in der Adresszeile signalisiert ein Hinweis, dass Facebook ausgesperrt wurde.

Einem Blog-Eintrag von Mozilla zufolge, basiert das Add-on auf einer Technologie, an der man schon seit einigen Jahren arbeite. "Angesichts der wachsenden Nachfrage nach Tools zur Verwaltung von Privatsphäre und Sicherheit haben wir die Entwicklung nun mit Hochdruck vorangetrieben und können das Add-On heute zum Download bereitstellen", so Mozilla. Dabei wird darauf hingewiesen, dass Facebook unterschiedlichste Tracking-Tools verwende. Mit Facebook Container könne der Nutzer seine Facebook-Identität vom Rest seiner Internetaktivitäten trennen. Mit aktiviertem Add-On habe es Facebook deutlich schwieriger, die Aktivitäten der Nutzer außerhalb von Facebook zu sammeln und zu nutzen.

"Das Add-On bietet eine Lösung, die nicht einfach darin besteht, Nutzern grundsätzlich von einem Service abzuraten, der ihnen einen Mehrwert bietet", betont Mozilla. Stattdessen wolle man den Nutzern ein Werkzeug geben, um sich vor den unerwünschten Nebenwirkungen einer Facebook-Nutzung zu schützen. Dabei räumt aber auch Mozilla ein, dass dieses Werkzeug die Weitergabe von Daten an Cambridge Analytice nicht hätte verhindern können. Wichtig sei aber, dass die Nutzer die Kontrolle über ihre Daten behalten und selbst entscheiden können, welche sie teilen möchten und welche nicht.

Der Blog-Eintrag schließt mit den Worten: "Facebook ist nicht das einzige Unternehmen, das Ihre Daten außerhalb seines eigentlichen Servicebereichs sammelt. Wir wollen also nicht etwa eine bestimmte Organisation herausgreifen, sondern vielmehr ein klar abgrenzbares Problem angehen, das wir schnell lösen können."

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