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Firefox 64 und Tor Browser 8.0.4 stehen bereit

12.12.2018 | 11:16 Uhr | Frank Ziemann

Mozilla hat seinen Web-Browser Firefox in der neuen Version 64.0 freigegeben. Darin haben die Entwickler mindestens 11 Sicherheitslücken geschlossen. Auch der Tor Browser ist in einer aktualisierten Fassung erhältlich.

Mit dem neuen Firefox 64.0 erhalten die Benutzer einen so genannten Task-Manager, der den Ressourcenverbrauch der geladenen Web-Seiten sowie der Erweiterungen anzeigen soll. Beim Tab-Management gibt es ebenso Neuigkeiten wie bei RSS-Feeds und TLS-Zertifikaten. Wichtig sind auch die geschlossen Sicherheitslücken.

Mozillas Sicherheitsmeldung MFSA2018-29 weist elf Einträge auf und trägt die Gesamteinstufung kritisch. Neun Sicherheitslücken wurden durch externe Sicherheitsforscher gemeldet, davon hat Mozilla fünf als hohes Risiko eingestuft, keine als kritisch. Diese Einstufung bleibt diesmal allein den intern entdeckten Schwachstellen vorbehalten. Über deren Anzahl hält sich Mozilla wie immer bedeckt. Sie sind lediglich in zwei Gruppen unterteilt: Lücken, die in Firefox 64 gestopft wurden und solche, die auch in Firefox ESR beseitigt worden sind.

Firefox ESR ist in der neuen Version 60.4 erhältlich, in der die Entwickler mindestens sechs Schwachstellen behoben haben. Das sind die gleichen wie bei Firefox 64, soweit sie auch die ESR-Version betreffen. Davon profitiert auch der Tor Browser , dessen neue Version 8.0.4 auf Firefox ESR 60.4 basiert. Ebenfalls aktualisiert haben die Tor-Entwickler die serienmäßig mitgelieferten Erweiterungen HTTPS Everywhere (2018.10.31) und NoScript (10.2.0).

Neu in Firefox 64
Der in Firefox ab Version 64 enthaltene Task-Manager soll anzeigen, wie sehr einzelne Seiten und Erweiterungen den Browser belasten. Sie finden das Tool im Firefox-Menü unter „Sonstiges“. Bislang fasst dieser Task-Manager den Ressourcenbedarf in der wenig aussagekräftigen Spalte „Energieverbrauch“ zusammen. Erst ab Firefox 65 sollen mehr Informationen angezeigt werden. Außerdem können Sie nun mehrere Tabs auswählen und zum Beispiel gemeinsam in ein neues Browser-Fenster verschieben.

Auch in der Kategorie Weglassen kann Mozilla diesmal etwas vorweisen. RSS-Feeds (auch News-Feeds oder dynamische Lesezeichen) unterstützt Firefox nicht mehr. Ihre vorhandenen Feeds sichert Firefox beim Update in der Datei „Firefox feeds backup.opml“ auf dem Desktop. Die können Sie dann in einen anderen Newsreader importieren, etwa in eine Firefox-Erweiterung wie Livemarks oder Feedbro.

TLS-Zertifikate (früher: SSL-Zertifikate), die von Symantec ausgestellt wurden, werden von Firefox nicht mehr als vertrauenswürdig behandelt. Damit folgt Mozilla Googles Beispiel bei Chrome. Auch Microsoft ist auf diesem Weg und arbeitet mit DigiCert an einer Lösung.


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