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Firefox 57 Quantum: Neuer Turbo-Browser zum Download

13.11.2017 | 14:59 Uhr |

Firefox 57 Quantum steht zum Download bereit. Mozilla bläst mit der neuen Version zum Angriff auf die Konkurrenten.

Firefox Quantum (Version 57) steht in den Startlöchern. Die neue Firefox-Version ist bereits über die Download-Datenbank von PC-WELT und die FTP-Server von Mozilla erhältlich. Offiziell wird Mozilla in wenigen Stunden die Verfügbarkeit verkünden. Mit Firefox Quantum betritt Firefox eine neue Ära: Die neue Engine soll für deutlich mehr Tempo sorgen, hinzu kommen eine neue Optik und ein paar neue Funktionen.

Download: Firefox Quantum Version 57 - PC-WELT 

Download: Firefox Quantum Version 57 - FTP-Server

Neugierige Nutzer konnten bereits vor einiger Zeit eine Beta von Firefox Quantum installieren und sich von der erhöhten Surf-Geschwindigkeit überzeugen. Im PC-WELT-Browsertest machte die neue Firefox-Version dabei im Vergleich zu Chrome, Edge & Co. eine sehr gute Figur. Wie dringend die komplette Überarbeitung des Firefox-Codes geworden ist, zeigt ein Blick auf die Entwicklung der Marktanteile in den vergangenen Monaten und Jahren. Googles Chrome hat Firefox ordentlich unter Druck gesetzt.

In den letzten vier Jahren ist laut den Web-Analysten von Statcounter der Marktanteil der Desktop-Variante von Firefox von 19,16 Prozent im Oktober 2013 auf 13,04 Prozent im Oktober 2017 gesunken. Im selben Zeitraum ist der Anteil von Chrome von 42,45 Prozent auf satte 63,6 Prozent angestiegen. Deutschland gehört traditionell zu den besonders Firefox-freundlichen Ländern. Doch auch hier hat sich Chrome mit einem Marktanteil von zuletzt 39,01 Prozent (Oktober 2017) deutlich von Firefox (19,96 Prozent) abgesetzt. Vor vier Jahren, also im Oktober 2017, hatte Firefox noch mit 35,03 Prozent deutlich die Nase vor Chrome (19,9 Prozent).

Firefox Quantum: Neue Browser-Engine für mehr Surf-Tempo

Mit Firefox Quantum (Version 57) soll der Trend nun gestoppt werden und die Beliebtheit von Firefox wieder steigen. "Neu. Schnell. Stark.", heißt das Motto für Firefox Quantum. Die unter dem Codenamen "Quantum" entwickelte Engine ist die modernste ihrer Art und löst die seit dem Jahr 2003 eingesetzte und stetig weiterentwickelte Browser-Engine Gecko ab. Durch Quantum wird die Performance von Firefox massiv gesteigert. Die Engine nutzt dabei die Hardware moderner PCs und kann Prozesse über mehrere CPU-Kerne und GPUs abarbeiten. In Quantum fließen auch Teile der Entwicklung von Servo ein, einer von einer Community gemeinsam entwickelten Web-Engine, die Mozilla unterstützt. Außerdem werden große Teile von Quantum mit der Mozilla-Programmiersprache Rust programmiert. Die Konkurrenz setzt dagegen auf C++.

Lesetipp: Mit diesen Browsern surfen Sie am schnellsten

Unterm Strich, so verspricht Mozilla, erhalten die Nutzer mit Firefox Quantum den "schnellsten Firefox aller Zeiten." Innerhalb der letzten Monate sind bereits Verbesserungen in Firefox gemacht worden, wie beispielsweise die Multiprozessor-Unterstützung und die Integration von WebAssembly und WebVR. Im Vergleich zu Firefox 52, welcher im März 2017 erschien, bietet Firefox laut Mozilla beim Speedometer 2.0 Benchmark eine doppelt so hohe Geschwindigkeit.

Firefox Quantum: Neues Photon-Design

Firefox Quantum (Version 57) kommt mit der neuen Photon-Oberfläche
Vergrößern Firefox Quantum (Version 57) kommt mit der neuen Photon-Oberfläche

Firefox erhält mit Quantum aber auch ein neues Design. Das bisher verwendete Australis-Design ist schon ein paar Jahre alt und wird mit Firefox Quantum durch das Photon-Design abgelöst. Einen ersten Ausblick auf Photon gab es bereits per Blogeintrag im März 2017. Beim Öffnen eines neuen Tabs wird der Nutzer von dem sogenannten Activity-Stream begrüßt, der sich beliebig anpassen lässt. Welche Möglichkeiten der Anpassungen man hat, erfährt der Nutzer über die neuen Tipps-Seiten. Hier erfährt der Nutzer unter anderem, welche Einstellungsmöglichkeiten es in den Bereichen Firefox Sync, Erweiterungen, Suche, Farbgebung und Privatsphäre gibt. Hinzu kommen neue, aufgepeppte Icons. Die Oberfläche passt sich auch dem verwendeten Rechner an. Verfügt dieser beispielsweise über einen Touchscreen, dann wird die Größe der Menüs verändert, je nachdem ob man den Rechner per Maus oder Fingern steuert.

Außerdem wird mit Firefox Quantum auch die Integration des Read-It-Later-Dienstes Pocket in den Browser verbessert, den Mozilla Anfang des Jahres übernommen hatte. Mit nur noch einem Klick lassen sich direkt aus der Adresszeile interessante Inhalte in Pocket speichern.

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