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Fiese Masche: Bundesnetzagentur warnt vor Ping-Anrufen

09.10.2017 | 15:37 Uhr |

Aktuell häufen sich die Beschwerden von Verbrauchern über sogenannte Ping-Anrufe. Das steckt dahinter und so wehren Sie sich!

In letzter Zeit häufen sich wieder die Beschwerden von Verbrauchern in Deutschland über die sogenannten Ping-Anrufe. Das hat nun auch die Bundesnetzagentur dazu veranlasst. öffentlich vor derartigen Abzock-Versuchen zu warnen. Das Problem ist nicht neu, in der Vergangenheit gab es immer wieder solche Wellen von "Ping-Anrufen" oder ähnlichen Lockanrufen. Das Prinzip: Betrüger versuchen über solche Ping-Anrufe die Verbraucher zu Rückrufen zu provizieren, die oft mit hohen Kosten verbunden sind. Mehrere Euro pro Minute können dabei berechnet werden.

Laut der Bundesnetzagentur kommen diese Ping-Anrufe aktuell gehäuft über Rufnummern aus Tunesien (Vorwahl: +216 bzw. 00216) oder Burundi (Vorwahl: +257 bzw. 00257) bei den Verbrauchern an. Auf den ersten Blick wirken diese Rufnummern wie lokale Vorwahlen. Daher gilt: Sie sollten die Rufnummer auf keinen Fall zurückrufen und zunächst genau kontrollieren. Sollten Sie keinen Anruf von der entsprechenden Vorwahl erwarten, dann rufen Sie diese auf keinen Fall zurück.

Sollten Sie einen Anruf von einer solchen Rufnummer erhalten, dann melden Sie dies unbedingt der Bundesnetzagentur über dieses Formular. Der Grund: Die Bundesnetzagentur erlässt regelmäßig Rechnungslegungs-und Inkassierungsverbote zu entsprechenden Rufnummern, über die Verbraucher vor missbräuchlich generierten Kosten geschützt werden. Welche Maßnahmen bereits gegen welche Rufnummern ergriffen worden sind, erfahren Sie auf dieser Seite der Bundesnetzagentur. Allein in der letzten Woche hat die Bundesnetzagentur ein Verbot der Rechnungslegung und Inkassierung von unzähligen Rufnummern erlassen, über die Ping-Anrufe erfolgten.

Bereits am 9. Juni 2017 hatte die Bundesnetzagentur auch die Abschaltung von 52.000 Rufnummern angeordnet, mit denen Unternehmen eine Ortsnähe vortäuschten. Ein Wiederverkäufer hatte die Ortsnetzrufnummern an Firmen zugeteilt, obwohl diese in den betreffenden Ortsnetzbereichen weder einen Anschluss noch einen Betriebssitz hatten.

Der Bundesgerichtshof hatte im März 2014 entschieden (Az.: 3 StR 342/13), dass Ping-Anrufe als eine Täuschungshandlung und damit als Betrug anzusehen sind.

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