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Festplatten-Partitionierung: GPT vs. MBR

06.11.2019 | 09:15 Uhr | Birgit Götz

Wenn Sie eine neue Festplatte installieren oder einen PC neu aufsetzen, müssen Sie die Festplatte formatieren und partitionieren. Für die Partitionierung stehen zwei Formate zur Wahl: GPT und MBR. Wo die Unterschiede liegen, erklären wir hier.

Sie haben eine neue Festplatte in Ihren PC eingebaut und müssen jetzt die Partitionen festlegen. Windows (einschließlich Windows 10) fragt Sie danach, ob Sie die Festplatte in MBR (Master Boot Record) oder GPT (GUID Partitionstabelle) partitionieren wollen.

MBR oder GPT - Welchen Partitionsstil sollten Sie wählen?

Das Master-Boot-Record- oder MBR-Format wird seit Anfang der 80er Jahre verwendet und wird weitgehend unterstützt, ist aber auf maximal vier primäre Partitionen mit bis zu 2 Terabyte (TB) beschränkt - eine Größe, die viele Festplatten inzwischen schon übertreffen. 

Das GPT-Format (GUID Partition Table) ist eine neuere Technologie, die es erlaubt, deutlich größere Festplatten zu verwenden: bis zu einer theoretischen Grenze von 9,4 Zettabyte (ZB) oder fast 10 Milliarden Terabyte. Es wird geschätzt (Stand 2013), dass das gesamte World Wide Web etwa 4 ZB einnimmt. Windows begrenzt GPT-Partitionen derzeit auf 256 TB. 

Darüber hinaus gibt es keine theoretische Begrenzung der Anzahl der Partitionen, die Sie auf einem Laufwerk im GPT-Format erstellen können.

Wichtigster Punkt ist die Kompatibilität. Ältere Versionen von Windows wie 32-Bit-XP können nicht von GPT-Laufwerken lesen, schreiben oder booten. Das ist für Windows heute kein Problem mehr, erfordert aber einen modernen PC, der UEFI auf der Hauptplatine unterstützt.

Wenn Sie das MBR-Format verwenden, kann die Installation mehrerer Betriebssysteme auf einer einzigen Festplatte problematisch werden. Natürlich müssen alle installierten Betriebssysteme mit dem von Ihnen gewählten Format kompatibel sein. Es ist jedoch nicht ungewöhnlich, dass ein Betriebssystem während der Installation mehrere Partitionen erstellt, insbesondere wenn Sie eine Recovery-Partition anlegen möchten. Die Verwendung eines GPT-Laufwerks sollte sicherstellen, dass Ihnen nicht die verfügbaren Partitionen ausgehen.

Ein weiterer Vorteil von GPT gegenüber MBR ist, dass zwei Kopien des GPT-Headers gespeichert werden, eine am Anfang der Festplatte und eine am Ende. Damit sind die Daten besser vor Beschädigung geschützt als beim MBR-Format, das nur eine einzige Partitionstabelle speichert.

Zusammenfassend lässt sich sagen: Wenn Sie eine große Festplatte (mehr als 2 TB) mit vielen Partitionen und mehreren Betriebssystemen verwenden möchten, wählen Sie GPT. Aber selbst wenn die Speicherkapazität Ihrer Festplatte 2 TB oder kleiner ist, lohnt es sich, GPT zu verwenden, wenn Ihr PC oder Laptop dieses Format unterstützt.

Verwenden Sie MBR nur dann, wenn Sie die Kompatibilität mit älterer Hardware und 32-Bit-Versionen von Windows beibehalten möchten.

Dieser Beitrag erschien zuerst bei unseren Kollegen von techadvisor.co.uk

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