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Faraday Future: Potenzieller Tesla-Killer kurz vor der Pleite

09.11.2018 | 13:35 Uhr |

Faraday Future, das mit dem 772 kW (1050 PS) starken FF91 Tesla deutlich übertrumpfen will, steht kurz vor der Pleite.

Die Lage des kalifornischen E-Auto-Startups Faraday Future wird immer ernster. Der potentielle Tesla-Konkurrent steht laut The Verge kurz vor der Insolvenz. Selbst die Entlassung etlicher Mitarbeiter und Gehaltskürzungen konnten das E-Auto-Unternehmen nicht retten. Das noch vorhandene Geld reicht demnach nur noch bis zum 30. November 2018, um den verbleibenden 600 Mitarbeitern ein reduziertes Gehalt zu zahlen.

Falls bis dahin kein frisches Geld von einem Investor eintrifft, wird Faraday Future bis Mitte Dezember vollkommen pleite sein. Anfang September 2018 hatte das Unternehmen nach eigenen Angaben noch 18 Millionen Dollar verfügbar. Faraday Future schuldete laut The Verge bereits Anfang Oktober 2018 Lieferanten 59 Millionen US-Dollar.

Bei Faraday Future war Ende 2017 der chinesische Investor Evergrande Health mit zunächst 800 Millionen Dollar eingestiegen. Dessen Finanzspritze rettet Faraday Future damals aus einer ernsten Schieflage. Weitere 1,2 Milliarden Dollar sollten 2019 und 2020 folgen. Doch bereits im Juli 2018 hatte Faraday Future die 800 Millionen ausgegeben und brauchte nun neues Geld.

Faraday Future und Evergrande einigten sich dann auf weitere 700 Millionen Dollar, verteilt bis Ende 2018. Doch Evergrande zahlte nicht, wie Faraday Future behauptet. Faraday Future wirft Evergrande vor, dass dieser Faraday Future bewusst in den Bankrott treiben möchte, um die volle Kontrolle über das Unternehmen und dessen geistiges Eigentum zu erlangen.

Deshalb wandte sich dass Start-Up an ein Schiedsgericht in Hong Kong, wo Evergrande Health seinen Sitz hat. Das Schiedsgericht entschied, dass Faraday Future sich auf die Suche nach weiteren 500 Millionen Dollar von einem anderen Investor machen darf.

Faraday Future war hoffnungsvoll gestartet. Das Start-Up wollte beziehungsweise will noch immer mit einem rund 772 kW (1050 PS) starken E-Sportler Tesla übertrumpfen und Audi, BMW und Daimler auf die Plätze verweisen. Doch zunächst einmal muss Faraday Future erst einmal das Jahresende 2018 erleben.

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