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Far Cry 5: PETA kritisiert Angel-Minispiel scharf

23.04.2018 | 12:45 Uhr |

Die Tierrechtsorganisation PETA übt scharfe Kritik an Far Cry 5. Das dort enthaltene Angel-Minispiel sei "gewaltverherrlichend".

Die Tierrechtsorganisation PETA übt erneut scharfe Kritik an einem Computerspiel. Dieses Mal trifft es das jüngst veröffentlichte Far Cry 5 von Ubisoft. Konkret: Das darin enthaltene Angel-Minispiel, bei dem der Spieler Fische angeln und dafür Punkte und anschließend Geld kassieren kann. Laut Ansicht von PETA ist dies "unethisch und gewaltverherrlichend", wie es in einer Mitteilung auf der Website von PETA heißt.

„Angeln bedeutet, Fische in eine Falle zu locken, sie minuten- bis stundenlang Angst und Atemnot sowie einem oft qualvollen Todeskampf auszusetzen, bevor sie schließlich erschlagen oder oft noch lebendig aufgeschnitten werden“, so Dr. Tanja Breining, Meeresbiologin sowie Fachreferentin für Fische und Meerestiere bei PETA. „Heute wissen wir, dass ein Fisch ein Jemand ist und kein Etwas und da ist es ein Armutszeugnis, das Angeln zu bewerben. Fische sind neugierige Wirbeltiere mit individuellen Persönlichkeiten.“

In der Mitteilung wird auch darauf hingewiesen, dass Fische in einigen Intelligenztests besser als Schimpansen, Orang-Utans und Kapuzineräffchen abgeschnitten hätten. "Sie haben ein komplexes Sozialleben und schließen teils enge Freundschaften. Manche Fische singen wie Vögel in der Morgendämmerung im Chor, andere schützen ihre Jungen, indem sie den Nachwuchs bei Gefahr in den Mund nehmen oder wochenlang die Eier bewachen", so Peta und weiter: "Vor allem aber: Sie spüren Angst, Stress und Schmerz. Neben internationalen wissenschaftlichen Studien kommt auch das Friedrich-Loeffler-Institut, Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit, in seiner Stellungnahme für die Bundesregierung zu dem Fazit, dass „Fische zur Schmerzwahrnehmung fähig sind und entsprechend als sensible Lebewesen behandelt und geschützt werden sollten.“

PETA unterstützt daher den "Kampf gegen die mit Angeln einhergehende Tierquälerei" und hat auch eine Empfehlung an den Publisher Ubisoft. Statt Spiele in Deutschland zu vermarkten, die das Jagen und Töten von Fischen oder anderen Tieren "glorifizieren und banalisieren", sollten Spiele entwickelt werden, in denen frei lebende Tiere vorkommen und in denen nicht das Töten als Freizeitbeschäftigung verherrlicht werde.

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