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Fake-iPad löst Laptop-Verbot in Flugzeugen aus

27.03.2017 | 13:01 Uhr |

Eine britische Zeitung deckt die Gründe für das neue Laptop-Verbot auf Flügen nach Großbritannien und in die USA auf.

Seit vergangener Woche ist auf Flügen in die USA von zehn Flüghäfen im Nahen Osten aus die Mitnahme von elektronischen Geräten, die größer sind als ein Handy, in der Kabine verboten . Am vergangenen Samstag zog auch Großbritannien nach und wendet das Verbot ebenfalls auf Direktflüge aus sechs Ländern an .

Die britische Zeitung The Guardian will aus einer Quelle aus dem Sicherheitssektor nun die Gründe für das neue Verbot von Laptops, Handhelds, Kameras und Tablet-PCs erfahren haben. Demnach seien die Verschärfungen der Sicherheitsregelungen nicht auf einen einzelnen Fall, sondern auf mehrere Faktoren zurückzuführen.

Einer dieser Faktoren sei ein geplanter Anschlag gewesen, bei dem Terroristen Sprengstoff in einem falschen iPad versteckt hätten. Das Fake-iPad sei den Angaben zufolge kaum vom Original zu unterschieden gewesen. Wann den britischen Behörden die Vereitelung des Anschlags gelang, ist nicht bekannt. Das präparierte iPad brachte die Ermittler jedoch zu der Annahme, dass terroristische Vereinigungen nach Sprengstoff-Verstecken in Schuhen oder Unterwäsche nun einen besseren Weg gefunden hatten, explosives Material in die Kabine zu schmuggeln. Auch die US-Regierung hatte in der vergangenen Woche bestätigt, dass Terroristen nach „innovativen Methoden“ suchen würden, um Flugzeuge anzugreifen.

Während das Verbot in den USA und Großbritannien bereits in Kraft getreten ist, plant Deutschland laut dem Bundesinnenministerium vorerst keine Verschärfung der Sicherheitsmaßnahmen. Laptops, Tablets und Co. sind auf Flügen aus dem Nahen Osten nach Deutschland auch weiterhin in der Kabine gestattet.

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