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Facebook ändert seinen Newsfeed-Algorithmus

28.02.2017 | 14:43 Uhr |

Facebook ordnet den Newsfeed seiner Nutzer neu und wertet Reaktionen höher als Likes.

Das soziale Netzwerk Facebook stellt erneut seinen Newsfeed-Algorithmus um . Die Sortierung und Präsentation vermeintlich wichtiger oder interessanter Beiträge wird künftig vor allem durch Reaktionen entschieden. Statusmeldungen, die der Nutzer mit einer dieser Reaktionen bedacht hat, werden höher gewichtet als Beiträge, die nur ein „Gefällt mir“ bekommen haben.

Die Umstellung erfolgt nur wenige Tage nach dem einjährigen Jubiläum der Facebook-Reaktionen. Das soziale Netzwerk wollte Nutzern mit der Einführung mehr Möglichkeiten als nur ein simples „Gefällt mir“ zu geben. Doch anstelle des von vielen Mitgliedern heiß ersehnten „Gefällt mir nicht“-Buttons, gab es von Facebook lediglich eine Reihe von Emojis, die unterschiedliche Gefühlsregungen ausdrücken sollen.

Bei seinem veränderten Newsfeed-Algorithmus geht Facebook davon aus, dass Nutzern Beiträge wichtiger sind, bei denen sie mit einer Reaktion interagieren. Beiträge die nur ein „Gefällt mir“ erhalten, seien laut Facebook weniger wichtig. Diese Erkenntnis gewinnt das soziale Netzwerk durch die Auswertung von Nutzerdaten. Da es umständlicher ist, über eine Reaktion mit einem Beitrag zu interagieren, als ein simples Like zu vergeben, muss Facebook-Mitgliedern folglich mehr an diesen Beiträgen liegen. Ob Nutzer dabei positive oder negative Reaktionen vergeben, spielt für Facebook keine Rolle.

Reaktionen kommen bei den Facebook-Nutzern zudem sehr gut an. Seit dem Launch wurden rund 300 Milliarden von ihnen an Beiträge vergeben. Das beliebteste Emoji ist dabei „Love“, das fast die Hälfte aller benutzten Reaktionen ausmacht. Im Länder-Ranking werden Reaktionen übrigens in Mexiko, Chile und Surinam am häufigsten genutzt. Deutschland ist in den Top10 nicht vertreten.

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