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Facebook: Mark Zuckerberg verteidigt Holocaust-Leugner

19.07.2018 | 13:07 Uhr | Denise Bergert

Facebook löscht Beiträge von Holocaust-Leugnern und Verschwörungstheoretikern nicht aus dem sozialen Netzwerk.

Facebook gerät für seine Maßnahmen oder deren Abwesenheit bei Hasskommentaren und fremdenfeindlichen Beiträgen immer wieder in die Schlagzeilen. Während Facebook bereits im letzten Jahr mit dem Thema Holocaust-Leugnung für eine heftige Debatte sorgte, scheint sich die Geschichte nun zu wiederholen. Damals bestätigte das soziale Netzwerk, dass Beiträge von Holocaust-Leugnern lediglich in acht Ländern weltweit blockiert würden.

Auf diese Politik wurde Facebook-Chef Mark Zuckerberg in dieser Woche erneut angesprochen. In einem Interview mit dem Technik-Magazin Recode wurde Zuckerberg gefragt, wie er die Verbreitung von Fake-News und Falschinformationen auf der Plattform bekämpfen wolle, wenn er nichts gegen Verschwörungstheorien unternehme. Als Beispiel diskutieren Zuckerberg und Journalistin Kara Swisher im Interview über Holocaust-Leugner, die zum Erstaunen von Swisher von Zuckerberg in Schutz genommen werden. Laut dem Facebook-Chef würden keine Nutzer von der Plattform ausgeschlossen, nur weil sie falsch liegen würden. Einige Nutzer würden sich durch diese Theorien zwar beleidigt fühlen – wie er selbst als Jude auch – dennoch dürften sie nicht gelöscht werden, wenn sie niemandem Schaden zufügen. Facebook müsse lediglich die Verbreitung verhindern, so Zuckerberg.

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