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Facebook löscht iranische Propaganda-Konten

01.02.2019 | 16:04 Uhr | Michael Söldner

Akteure aus dem Iran sollen mit Konten auf Facebook und Instagram versucht haben, öffentliche Debatten zu manipulieren.

Facebook hat mit der Löschung von mehreren Hundert Profilen und Seiten auf Akteure aus dem Iran reagiert, die unter anderem auch in Deutschland Einfluss auf politische Debatten nehmen wollten. Auf Facebook seien 262 Seiten, 356 Accounts und drei Gruppen gelöscht worden, auf Instagram kamen weitere 162 Konten dazu. Über die Accounts wurden primär Inhalte staatlicher iranischer Medien verbreitet. Im Fokus standen dabei Themen wie der Nahost-Konflikt oder der Krieg im Jemen. Mit den Konten seien laut Facebook über zwei Millionen Menschen weltweit erreicht worden.

Der Grund für die Löschung war jedoch nicht primär der Inhalt, sondern die Tatsache, dass die Profile und Seiten mit falschen Namen und Identitäten betrieben wurden. Damit wollten die Autoren erreichen, dass die Konten den Eindruck erwecken, als stammen sie aus dem jeweiligen Land in dem sie aktiv waren. Dies verstoße gegen die Facebook-Richtlinien. Laut Facebook stünde der Kampf gegen derartige Netzwerke, die die Plattform zur Manipulation öffentlicher Debatten missbrauchen, weit oben auf der Agenda des Netzwerks. Eine staatliche Beteiligung durch die iranische Regierung will Facebook aber nicht unterstellen. Man sei sich lediglich sicher, dass die Aktivitäten aus dem Iran stammen. 

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