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Facebook: Immer mehr Nutzer löschen die App

07.09.2018 | 15:02 Uhr |

Laut einer Studie haben sich mehr als die Hälfte aller unter 30-Jährigen US-Amerikaner der #DeleteFacebook-Bewegung angeschlossen.

Viele US-Amerikaner haben das Vertrauen in Facebook verloren. Diesen Eindruck vermittelt zumindest eine aktuelle Studie des Marktforschungsinstitut Pew Research Center. Im Zeitraum von Ende Mai bis Mitte Juni 2018 hat Pew Research 4.594 volljährige US-Amerikaner zu ihren Facebook-Gewohnheiten befragt. Dabei gab mehr als ein Viertel an, die Facebook-App in den vergangenen Monaten komplett von ihrem Smartphone gelöscht zu haben. In der Altersgruppe der 18- bis 29-Jährigen wagten diesen Schritt sogar 44 Prozent.

Eine mehrwöchige Facebook-Pause gönnten sich in allen Altersgruppen 40 bis 50 Prozent der Befragten. 54 Prozent aller Umfrageteilnehmer haben in diesem Jahr zumindest die Privatsphäre-Einstellungen für ihren Facebook-Account bearbeitet. Dieser Trend stellt laut den Forschern eine zunehmende Ablehnung gegenüber Social-Media-Plattformen dar. Einige Nutzer empfinden soziale Netzwerke mittlerweile als Zeitverschwendung, andere sind der Meinung, dass die sozialen Medien ihre Privatsphäre nicht ernst genug nehmen – zu dieser Einstellung trug nicht zuletzt der Facebook-Datenskandal mit Cambridge Analytica bei. Wieder andere Nutzer denken, dass vor allem Facebook im Internet zu viel Macht habe.

In den Facebook-Nutzerzahlen schlägt sich die angebliche Ablehnung erstaunlicherweise nicht nieder. Der Social-Media-Riese stagniert seit mehr als einem Jahr bei 185 Millionen täglichen Nutzern in den USA und Kanada. Es ist also denkbar, dass einige der Befragten die Facebook-App zwar gelöscht, später aber wieder installiert haben oder bei der Umfrage nicht ganz die Wahrheit gesagt haben. Angst vor dem Abstieg muss Facebook also derzeit noch nicht haben.

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