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Facebook: Entschuldigung für fragwürdige Kinderporno-Umfrage

06.03.2018 | 12:24 Uhr |

Facebook befragt seine Nutzer in regelmäßigen Abständen in Form von Umfragen nach ihrer Meinung. So konnten Facebook-Mitglieder in den letzten Wochen unter anderem über vertrauenswürdige Newsquellen abstimmen. Mit einer anderen Umfrage, die in der vergangenen Woche geschaltet wurde, hat Facebook den Bogen aber wohl überspannt. Dabei fragte Facebook seine Nutzer, wie sie als soziales Netzwerk mit dem Thema umgehen sollen.

In der Umfrage wurde eine Situation beschrieben, in der ein erwachsener Mann ein 14-jähriges Mädchen auf Facebook um „sexuelle Bilder“ bittet. Als Antworten standen zur Auswahl „1. Diese Inhalte sollten auf Facebook erlaubt sein und ich hätte nichts dagegen, sie zu sehen.“, „2. Diese Inhalte sollten auf Facebook erlaubt sein, ich möchte sie jedoch nicht sehen.“, „3. Diese Inhalten sollten auf Facebook nicht erlaubt sein und ich möchte sie auch nicht sehen.“ und „Zu diesem Thema habe ich keine Meinung.“. Die Tatsache, dass Nutzer auf Facebook abstimmen können, ob sie gerne „sexuelle Bilder“ von Minderjährigen sehen würden, findet Guardian-Journalist Jonathan Haynes, der Bilder der Umfrage auf Twitter veröffentlichte , mehr als fragwürdig.

Laut Haynes sollte es für Facebook keine Option sein, derartige Bilder einfach nicht anzuzeigen. Beim Austausch kinderpornografischer Inhalte sollte die Polizei eingeschaltet werden. Wie Haynes betont, sollte sich Facebook für den Umgang mit solchen Situationen an die Gesetze halten und sich nicht nach den Vorlieben der Nutzer richten. Facebook hat die Umfrage mittlerweile gestoppt und sich entschuldigt . Laut Facebook hätten verbotene Themen nicht Teil der Umfrage sein sollen.

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