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Facebook: Apple, Samsung und Co. erhalten Nutzerdaten

04.06.2018 | 15:59 Uhr |

Facebook hat Herstellern wie Apple, Samsung oder Microsoft seit Jahren Zugriff auf Nutzerdaten eingeräumt.

Mindestens 60 Hersteller von Smartphones, Tablets, Konsolen und anderen Geräten sollen seit Jahren einen tiefgreifenden Zugriff auf Nutzerdaten von Facebook-Mitgliedern haben. Laut "New York Times" befinden sich unter den Partnern große Unternehmen wie Microsoft, Apple, Samsung, Amazon, HTC oder Blackberry. Diesen Herstellern hat Facebook offenbar weitreichenden Zugriff auf die Daten des einzelnen Nutzers eingeräumt.

Im Vertrag befinde sich zudem eine Möglichkeit, auch die Daten von Freunden einzulesen, selbst wenn diese ihr Facebook-Konto entsprechend geschützt haben. Diese Praxis könnte gegen eine 2011 von der US-Handelsaufsicht FTC verhängte Auflage verstoßen. 

Facebook hat den Datenzugriff für die genannten Hersteller bestätigt, Vorgaben seien dadurch jedoch nicht verletzt worden. Durch strenge Einschränkungen sei es zudem auch nicht zu einer missbräuchlichen Nutzung gekommen. Da Facebook die Hardware-Hersteller zudem als Service-Provider und nicht als App-Anbieter listet, seien die FTC-Vorgaben hier nicht gültig.

Apple habe die Funktion bis September 2017 genutzt, der Entwickler hatte beispielsweise Facebook-Integration in eigene Betriebssysteme seit OS X Mountain Lion erlaubt. Somit wurde das Teilen der Inhalte direkt auf Facebook erleichtert, Benachrichtiungszentrale kann ebenfalls die nativen Pushnachrichten schicken, falls in eigener Timeline etwas neues passiert.

Microsoft und Blackberry nutzen die Daten nach eigenen Angaben zur Kontakt- und Freundesverwaltung. Zu dem Datenpool gehören Nutzer-IDs, Name, Foto, Standort, E-Mail, private Nachrichten samt Antworten, Beziehungsstatus, Religionszugehörigkeit, politische Einstellung und Veranstaltungen.

Sichere Kommunikation mit Facebook, Twitter und Co.

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