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Expedition an den Rand des Weltalls: Ballonflug in die Stratosphäre durchführen

25.04.2017 | 10:38 Uhr |

Der Weltraum! Es gibt nicht viel was uns Menschen so fasziniert wie der Blick auf unseren Planeten aus dem All. Seit die internationale Weltraumstation ISS die Erde umkreist und uns mit atemraubenden Live-Bildern via Internet versorgt, sind wir alle dem Traum, selbst einmal dort oben zu sein, wenigstens ein bisschen näher gekommen.

Als passionierter Steampunker, Maker und Tüftler befasse ich mich schon seit längerem mit sogenannten Near-Space-Missionen. Im Internet findet man zahlreiche Projekte und viele spannende Informationen zu diesem faszinierenden Thema.

Das Vorgehen ist eigentlich relativ simpel: Man nimmt einen Wetterballon, füllt ihn mit ausreichend Helium und hängt eine Kamera unten dran. Um die Sonde nach der Landung wiederzufinden, platziert man darin einen GPS-Tracker, der die Standortdaten via Handy-Netz übermittelt.

Mit dem GPS-Tracker findet man die gelandete Sonde über das Handy-Netz
Vergrößern Mit dem GPS-Tracker findet man die gelandete Sonde über das Handy-Netz
© www.aetherman.com

So weit so gut, doch ein solcher Stratosphären-Ballonflug ist natürlich auch mit erheblichen Kosten verbunden. Ich wusste, dass ein Flug mit einem Budget von rund 600 Euro machbar ist. Viele vor mir haben das bewiesen, und im Internet findet man viele Anleitungen, wie man eine solche Mission planen und durchführen kann.

Als Tüftler stellte ich mir also eine ganz andere Herausforderung: „Reduce it to the max!“. Oder anders gesagt: „Wie geht’s mit kleinstem Budget?“

Das Ziel von „Aetherman’s Steamforced Spacelab“ ist ein Near-Space-Fotoflug mit GPS-Tracking in eine Höhe von mindestens 33.000 Meter für weniger als 99 Euro.

Die Mission Space Squice

Die Mission „Space Squice“ diente dem Test einer kleinen, rund 10 Gramm leichten HD-Kamera. Obwohl nicht alle technischen Systeme einwandfrei funktionierten, bewies die Mission, dass auch mit günstigster Technik erfolgreiche Flüge an den Rand des Weltalls möglich sind.

Die HD-Minicam wiegt nur 10 Gramm
Vergrößern Die HD-Minicam wiegt nur 10 Gramm
© www.aetherman.com

Und die Mission „Space Squice“ hat auch noch etwas anderes bewiesen: Ein Foto muss nicht unbedingt aus 10 Megapixeln bestehen – was uns wirklich bewegt, ist das, was darauf zu sehen ist!

Mit einer 10 Gramm leichten HD-Minicam aufgenommen...
Vergrößern Mit einer 10 Gramm leichten HD-Minicam aufgenommen...
© www.aetherman.com
... aus einer Höhe von 33.600 Metern...
Vergrößern ... aus einer Höhe von 33.600 Metern...
© www.aetherman.com
... im freien Fall der Sonde
Vergrößern ... im freien Fall der Sonde
© www.aetherman.com
"Ein Foto muss nicht unbedingt aus 10 Megapixeln bestehen...
Vergrößern "Ein Foto muss nicht unbedingt aus 10 Megapixeln bestehen...
© www.aetherman.com
... was uns wirklich bewegt...
Vergrößern ... was uns wirklich bewegt...
© www.aetherman.com
... ist das, was darauf zu sehen ist."
Vergrößern ... ist das, was darauf zu sehen ist."
© www.aetherman.com

Die Vorbereitungen für die nächste Mission „Aether One“ laufen auf Hochtouren, der Launch in die Stratosphäre ist für Mitte Mai geplant.

Informationen zu den geplanten Missionen findet man laufend auf www.aetherman.com

Ganz wichtig: Natürlich darf man einen Wetterballon nicht einfach so aufsteigen lassen - man muss sich auf jeden Fall über die gesetzlichen Vorschriften informieren und diese auch einhalten.

Meine Empfehlung (so habe ich es auch gemacht): Ein persönliches Gespräch mit der zuständigen Flugsicherung. Die helfen gern und freuen sich, wenn jemand genau nachfragt.

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