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EU schafft Geoblocking beim Online-Shopping ab

06.02.2018 | 14:40 Uhr |

Das EU-Parlament hat den Einsatz von Geoblocking innerhalb der EU fast abgeschafft. Zumindest beim Online-Shopping.

Das EU-Parlament hat am Dienstag entschieden, dass Anbieter von Online-Shops nicht mehr durch Geoblocking eingrenzen dürfen, aus welchen EU-Ländern Kunden bei ihnen einkaufen können. Ähnlich wie stationäre Geschäfte innerhalb der EU müssen damit auch die Online-Shops grundsätzlich ihr gesamtes Sortiment Kunden aus allen EU-Ländern anbieten.

Die Entscheidung betrifft auch die automatischen Umleitungen auf regionale Seiten der Händler. Oder anders ausgedrückt: Wenn ein Kunde aus Deutschland unbedingt auf der spanischen Seite des Händlers XYZ einkaufen möchte, dann darf er dies und darf auch nicht auf eine deutsche Website des gleichen Händlers umgeleitet werden. Der entsprechende Händler muss den ausländischen Kunden also so wie seine einheimischen Kunden behandeln.

Es gibt aber auch eine wichtige Einschränkung: Die Online-Händler sind zwar verpflichtet, ihr angebotenen Güter allen EU-Bürgern unabhängig von ihrem Standorts anzubieten, allerdings müssen sie nicht auch eine Möglichkeit anbieten, diese Güter innerhalb der gesamten EU ausliefern zu können.

Die neue Regelung betrifft allerdings nicht digital urheberrechtlich geschützte Inhalte, zu denen beispielsweise Filme, E-Books, Musik oder Online-Spiele gehören können. Dienste wie Netflix sind also noch nicht betroffen. Allerdings will die EU-Kommission in den nächsten zwei Jahren überprüfen, ob auch bei diesen Inhalten ein Geoblocking untersagt werden soll.

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