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EU: Millionenstrafe gegen Asus und weitere Firmen

25.07.2018 | 14:13 Uhr |

Aufgrund von Preismanipulation wurden Asus, Philips, Pioneer und Denon von der EU-Kommission zu Millionenstrafen verdonnert.

Nach Google knüpft sich die EU-Kommission nun Elektronikhersteller vor: Asus, Philips, Denon & Marantz und Pioneer. Laut Angaben der EU-Kommission hätten diese Hersteller an Online-Händler Fest- oder Mindestpreise für Produkte vorgegeben.

Die Kommission sieht das als Preisverzerrung im Online-Handel und verhängt eine Geldstrafe von insgesamt 111 Millionen Euro. Die größte Strafe erhält Asus mit rund 64 Millionen Euro, Philips knappe 30 Millionen Euro, Pioneer 10 Millionen Euro und Denon & Marantz fast 8 Millionen Euro. Die Strafen hätten jedoch weitaus höher werden können: Die EU-Kommission hat allen Unternehmen jeweils eine 40- bis 50-prozentige Ermäßigung aufgrund der Zusammenarbeit erlassen.

Besonders hätten die Unternehmen bei Online-Händlern auf bestimmte Preise gepocht, wenn diese Preise den Firmen zu niedrig erschienen. Wenn sich die Händler nicht an die Vorgaben hielten, erhielten sie Drohungen, wurden sanktioniert oder schlicht nicht mehr beliefert.

Laut dem Handelsblatt äußerte sich EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager folgendermaßen dazu: „Der Markt für Online-Handel wächst rapide und hat in Europa inzwischen ein jährliches Volumen von über 500 Milliarden Euro erreicht. Mehr als die Hälfte der Europäer kaufen jetzt auch über das Internet ein. Die Maßnahmen der vier Unternehmen haben für Millionen von Verbrauchern in Europa zu höheren Preisen für Küchengeräte, Haartrockner, Notebooks, Kopfhörer und viele andere Produkte geführt.“

Personen und Unternehmen können laut der EU-Kommission von nationalen Gerichten Schadenersatz einklagen, trotz Geldbuße der EU. Die dabei verhängte Geldstrafe würde sich dadurch auch nicht abmildern.

Passend dazu: 4,3 Mrd. Euro: EU verdonnert Google zur Rekord-Strafe

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