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EU-Datenschützer kritisieren erneut Windows 10

21.02.2017 | 12:09 Uhr |

EU-Datenschützer haben erneut Kritik am Umgang von Windows 10 mit Nutzerdaten geäußert. Sie wünschen mehr Transparenz.

Die sogenannte Article 29 Working Party , in der 28 Datenschützer der EU-Mitgliedsländer und der EU-Kommission vertreten sind, hat erneut ihre Sorge über den Umgang von Windows 10 mit Nutzerdaten geäußert. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. Die Gruppe erkennt an, dass Microsoft mit dem kommenden Windows 10 Creators Update einige Verbesserungen während des Installationsprozesses implementiert, durch die die Nutzer mehr Kontrolle über ihre Daten erhalten.

Man sei besorgt über den Grad des Schutzes der persönlichen Daten der Nutzer. Die Gruppe fordert daher Microsoft dazu auf, noch transparenter zu werden. In den neuen Installationsbildschirmen erhalten zwar die Nutzer fünf Optionen, über die sie beeinflussen können, ob und welche Daten an Microsoft gesendet werden. Die Datenschützer kritisieren aber, dass die Nutzer keine genaueren Informationen erhalten. "Microsoft sollte klar erklären, welche Arten persönlicher Daten verarbeitet werden und zu welchem Zweck", fordert die EU-Datenschutzgruppe.

Microsoft hat bereits im Vorfeld angekündigt, mit der Article 29 Working Party zusammenarbeiten zu wollen und mit dem Windows 10 Creators Update entsprechende Änderungen durchgeführt. Eine Reaktion von Microsoft auf die neue Kritik steht derzeit noch aus.

Das Windows 10 Creators Update soll Ende März oder Anfang April erscheinen und befindet sich aktuell in der Fertigstellung. Mit Änderungen ist daher kaum mehr zu rechnen.

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