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EQC: 2,4-Tonnen-SUV von Mercedes-Benz ist bestellbar mit Umweltprämie

06.05.2019 | 11:25 Uhr | Hans-Christian Dirscherl

Ab sofort können Sie das erste vollelektrische SUV von Mercedes-Benz bestellen: den EQC mit 300 kW (408 PS), 765 Nm maximalem Drehmoment und einer theoretischen Reichweite von 450 Kilometer. Das 2,4 Tonnen schwere Allrad-Ungetüm bekommen Sie ab 71.281 Euro, abzüglich Umweltprämie.

Update 6.5.2019: Vorbestellung des EQC ab sofort möglich

Der 2,4 Tonnen schwere Mercedes-Benz EQC (300 kW/408 PS, 760 Nm) kann ab sofort bestellt werden. Die Preise für das vollelektrische SUV beginnen bei 71.281 Euro. Der EQC steht auf der Liste der Fahrzeuge, die für den 2.000-Euro-Umweltbonus berechtigt sind. Daimler lässt den EQC im Mercedes-Benz-Werk in Bremen fertigen.

Für den Mercedes-Benz EQC wird es zur Markteinführung in Deutschland ein „Holiday Mobilitätspaket“ geben. Dieses ermöglicht es EQC-Besitzern, die zum Beispiel längere Urlaubsfahrten in Regionen planen, die nicht über eine ausreichend ausgebaute Ladeinfrastruktur verfügen, mit einem Mercedes-Benz-Miet-Fahrzeug mit herkömmlichem Verbrennungsmotor zu fahren.

Mit der EQC-Edition 1886 bietet Daimler sein erstes vollelektrisches SUV zum Start auch als Sonderedition mit diversen Sonderausstattungen und Services für 84.930,30 Euro an. Update Ende

Daimler nimmt einen neuen Anlauf in Sachen Elektromobilität: Mercedes-Benz hat heute das rein elektrisch angetriebene Sport Utility Vehicle EQC vorgestellt. Zwei Elektromotoren an Vorder- und Hinterachse liefern 300 kW (408 PS) und beachtliche 765 Nm maximales Drehmoment (Stromverbrauch kombiniert: 22,2 kWh/100 km). So viel Kraft ist auch dringend nötig, denn der EQC wiegt leer über 2,4 Tonnen – mehr als ein VW-Bus. Als maximale Reichweite gibt Daimler nach dem alten NEFZ 450 Kilometer an. Dass es sich dabei um einen theoretischen Wert handelt, der in der Praxis nicht annähernd erreicht werden dürfte, versteht sich von selbst.

Die Höchstgeschwindigkeit des Allrad-Vehikels liegt abgeregelt bei 180 km/h, für die Beschleunigung von 0 auf 100 km/h nennt Daimler 5,1 Sekunden als Wert. Die 80-kWh-Lithium-Ionen-Akkus wiegen allein 650 Kilogramm. Die Batterien sind wie auch bei Tesla oder dem BMW i3 im Unterboden verbaut.

Der EQC von innen.
Vergrößern Der EQC von innen.
© Daimer/Mercedes-Benz

Der EQC ist 4,76 Meter lang und mit ausgeklappten Spiegeln über 2 Meter breit. Die Höhe gibt Daimler mit 1,62 Meter an. Der Kofferraum schluckt rund 500 Liter und 505 Kilogramm sind insgesamt als Zuladung möglich. Als zulässige Anhängelast bei 12 Prozent Steigung nennt Daimler 1,8 Tonnen.

Für die Unterhaltung an Bord des 2,4-Tonnen-Ungetüms ist das erstmals mit der A-Klasse vorgestellte MBUX-Infotainmentsystem zuständig. Es wird um Funktionen und Anzeigen speziell für Elektro-Autos erweitert, beispielsweise die Anzeige von Reichweite, Ladezustand und Energiefluss. EQ-optimierte Navigation (das EQ steht bei Daimler für Electric Intelligence), Fahrprogramme, Ladestrom und Abfahrtszeit lassen sich ebenfalls über MBUX bedienen und einstellen. In der MBUX-Anzeige befindet sich eine spezielle EQ-Kachel, auf der eine Vielzahl der EQ-Funktionen gebündelt wird. Alternativ kann der Nutzer über eine Taste im unteren linken Bedienfeld direkt in das EQ-Menü des MBUX-Systems gelangen.

Die EQ-optimierte Navigation legt bei der Berechnung stets die schnellste Route unter Berücksichtigung der kürzesten Ladezeit zugrunde, wie Daimler erklärt. Dank der EQ-optimierten Navigation sollen Mercedes-Benz-Kunden Ladestationen leicht finden und bekommen über "Mercedes me Charge" Zugang zu Ladesäulen zahlreicher Anbieter, auch über Landesgrenzen hinweg. Dabei profitieren die Kunden von einer integrierten Bezahlfunktion mit einfacher Abrechnung, wie Daimler betont.

Der EQC verfügt serienmäßig über einen wassergekühlten On-Board-Lader (OBL) mit einer Leistung von 7,4 kW und ist damit für das Wechselstrom- (AC-) Laden zu Hause und an öffentlichen Ladestationen vorbereitet. Laut Daimler bis zu drei Mal schneller als an einer Haushaltssteckdose erfolgt das Laden aber an einer aufpreispflichtigen Mercedes-Benz-Wallbox. Und noch schneller geht es über Gleichstrom-Laden – beim EQC serienmäßig – zum Beispiel via CCS (Combined Charging Systems) in Europa und den USA sowie Chademo in Japan oder GB/T in China. Abhängig vom SoC (Status of Charge, deutsch: Ladestand) lädt der EQC an einer entsprechenden Ladestation mit einer maximalen Leistung von bis zu 110 kW. Die Ladezeit beträgt dann laut Daimler etwa 40 Minuten von 10 bis 80 Prozent SoC (vorläufige Angabe).

Die Serienproduktion des EQC startet 2019 im Mercedes-Benz-Werk Bremen.

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EQC
Vergrößern EQC
© Daimer/Mercedes-Benz

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