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Ende der Zeitumstellung kommt doch nicht 2019

27.11.2018 | 16:06 Uhr | Hans-Christian Dirscherl

2019 sollten zum letzten Mal in der EU die Uhren umgestellt werden. Doch dieser ambitionierte Plan ist erst einmal gescheitert.

Nachdem sich bei einer EU-Umfrage die Mehrheit der Teilnehmer für die Abschaffung der Zeitumstellung ausgesprochen hatte, wollte die EU-Kommission Nägel mit Köpfen machen: 2019 sollten zum letzten Mal die Uhren umgestellt werden, danach sollte Schluss mit der Zeitumstellung sein. Doch dieser ambitionierte Plan ist erst einmal gescheitert.

Wie die Berliner Morgenpost von Quellen aus Brüssel erfahren haben will, kommt das Ende der Zeitumstellung nicht vor dem Jahr 2021. Das würde ein schon länger kursierendes Gerücht bestätigen.

Demnach bekam die EU-Kommission nicht die notwendige Unterstützung der EU-Mitgliedstaaten. Stattdessen soll nun der 28. März 2021 als neuer Termin für die letzte Zeitumstellung im Gespräch sein. Bei der am 28.3.2021 eingestellten Sommerzeit würde es dann in den EU-Staaten bleiben, die die Sommerzeit dauerhaft beibehalten wollen. EU-Staaten, die dagegen die Winterzeit (Normalzeit) dauerhaft behalten wollen, würden am 31. Oktober 2021 ein letztes Mal umstellen. Wobei selbst das Jahr 2021 noch nicht als sicher gilt.

Grund für die Verschiebung: Die EU-Staaten halten den Zeitplan der EU-Kommission für zu ehrgeizig. Die Staaten bräuchten mehr Zeit für die Entscheidung, ob sie auf die Zeitumstellung verzichten und ob sie die Winter- oder die Sommerzeit behalten wollen. Sie brauchen außerdem Zeit für die Abstimmung untereinander, schreibt die Morgenpost. Deshalb werden die EU-Verkehrsminister der EU-Staaten, die das Ende der Zeitumstellung am kommenden Montag hätten beschließen sollen, nicht darüber abstimmen.

Die Mehrheit der EU-Staaten befürwortet die Umstellung. In Schweden und Polen gibt es aber sogar grundsätzliche Bedenken gegen das Ende der Zeitumstellung. Übrigens auch in Großbritannien -  doch das ist ja bald kein EU-Staat mehr. Einige EU-Staaten denken anscheinend über einen Wechsel der Zeitzone nach, zu denen ihr Staat gehört. In der EU gibt es nämlich drei Zeitzonen.

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