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Elysium: Neue schreckliche Details zum zerschlagenen Kinderporno-Ring

07.07.2017 | 12:59 Uhr |

Die Polizei hat eine Kinderporno-Plattform im Darknet zerschlagen. Die Mitglieder tauschten Kinderporno-Videos und missbrauchten Kinder. Ein Vater bot seine eigenen Kinder an.

Update 7.7.: Größter Schlag gegen Kinderpornografie

Das BKA hat weitere schreckliche Details zu dem zerschlagenen Kinderpornoring mitgeteilt . Kopf des Verbrecherrings war ein 39 Jahre alter Mann aus Bad Camberg. Er gewann die 87.000 Mitglieder aus Deutschland, Österreich, Italien, Neuseeland und Australien innerhalb nur eines halben Jahres für seine Plattform. Der Mann sitzt jetzt in Untersuchungshaft.

Insgesamt verhaftete die Polizei bis jetzt 14 Tatverdächtige, von denen zwölf Personen Kinder selbst missbraucht haben sollen. Die Festgenommen stammen aus Baden-Württemberg, Bayern, Berlin und Sachsen sowie aus Österreich. Einer der Festgenommenen, ein 28 Jahre alter Mann, missbrauchte seine eigenen Kinder und bot diese auch anderen zum Missbrauch an.

Die über 87.000 Nutzer tauschten sich auf Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch und Italienisch miteinander aus, ein Moderator betreute die Chats.

Die Staatsanwaltschaft spricht vom bisher größten Schlag gegen Kinderpornografie. Die Ermittlungen gegen die im Darknet versteckte Kinderporno-Plattform führte die Zentralstelle zur Bekämpfung der Internetkriminalität (ZIT) in Gießen. Sie gehört zur Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt

Update Ende

Schlag gegen Kindesmissbrauch: Die Polizei hat eine Kinderporno-Plattform im Darknet ausgehoben. Die Beamten nahmen die Betreiber der Kinderporno-Plattform „Elysium“ sowie einige der Mitglieder in Deutschland und im Ausland, vor allem in Österreich, fest, wie aus einer Pressemitteilung des Bundeskriminalamts BKA hervorgeht.

Laut dem Bericht sollen über 87.000 Mitglieder über diese Plattform kinderpornografische Medien (Fotos und Videos) ausgetauscht haben. Die Aufnahmen zeigen den Ermittlern zufolge auch „schwersten sexuellen Missbrauch von Kleinstkindern und sexuelle Gewalthandlungen an Kindern“. Noch schlimmer: Einige der Mitglieder sollen sich über die jetzt geschlossene Plattform sogar zu Treffen verabredet haben, bei denen Kleinkinder sexuell missbraucht wurden.

Elysium soll seit Ende 2016 bestanden haben. Der hauptverantwortliche Betreiber soll ein 39 Jahre alter Mann aus dem hessischen Landkreis Limburg-Weilburg sein. Er sitzt in Untersuchungshaft. Der Server von Elysium befand sich in dessen Wohnung, die Polizei beschlagnahmte die Maschine.

Die Polizei, die Frankfurter Generalstaatsanwaltschaft und das Bundeskriminalamt hatten fünf Wochen lang ermittelt, bevor sie zuschlugen.

Zynisch: Das lateinische Elysium (griechisch: Elysion) bezeichnet in der griechischen Mythologie die „Insel der Seeligen“.

Darknet in der Kritik

Das Darknet steht seit einiger Zeit verstärkt in der Kritik. Zwar ist das Darknet wichtig für Regime-Kritiker und Menschenrechts-Aktivisten, wenn diese aus Diktaturen berichten. Doch nutzen eben auch Verbrecher die Anonymisierungsmöglichkeiten des Darknets, beispielsweise für Waffen- und Drogenkäufe, wie der Fall des Münchner Amokläufers zeigt, und für Kinderpornografie.


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