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Elon Musk muss Sitz im Tesla-Vorstand räumen

01.10.2018 | 09:29 Uhr | Panagiotis Kolokythas

Tesla-Chef Elon Musk muss den Tesla-Vorstand verlassen und eine saftige Strafe Millionenhöhe zahlen.

Elon Musks Tweet von Anfang August zu einem möglichen Rückzug Teslas von der Börse hat nun Konsequenzen. Die US-Börsenaufsicht SEC hat sich mit Musk auf einen Vergleich geeinigt, wie die SEC mitteilt. Damit entgeht Musk einer Klage wegen eines möglichen Wertpapier-Betrugs.

Der Vergleich von Musk mit der SEC sieht vor, dass Musk zwar Firmenchef bleibt, seinen Sitz als Vorstand des Tesla-Verwaltungsrats jedoch räumt. Außerdem muss Musk eine Strafe in Höhe von 20 Millionen US-Dollar an die Börsenaufsicht zahlen. Den gleichen Betrag muss auch Tesla als Strafe leisten. Neuer Tesla-Vorstandschef muss ein unabhängiger Kandidat werden, so die SEC. Außerdem darf Musk für drei Jahre nicht als Tesla-Vorstandschef wiedergewählt werden und Tesla muss zwei unabhängige Direktoren in seinen Vorstand berufen. Insgesamt muss der Vorstand auch Reformen durchführen. Unter anderem mit dem Ziel, dass die öffentlichen Aussagen von Musk mit Investoren, besser überwacht werden. "Der Beschluss soll weitere Marktstörungen und Schäden für die Aktionäre von Tesla verhindern", so die SEC.

In dem Tweet von August hatte Musk angedeutet, dass er die Tesla-Aktien f ür 420 US-Dollar zurückkaufen würde und die Finanzierung dafür gesichert sei. Dies war sie aber nicht und der Wert der Tesla-Aktie wurde durch den Tweet beeinflusst. Die insgesamt 40 Millionen US-Dollar, die die SEC von Tesla und Musk als Strafzahlung erhält, soll an Investoren ausgezahlt werden, die durch das Verhalten von Musk Geld verloren hatten.

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