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E.on Plus: Strom- und Gas-Tarife mit Hue, Nest und Tado

11.10.2017 | 15:50 Uhr |

E.on stellt mit E.on Plus ein neues Tarifkonzept für Strom und Gas vor. Der Kunde kann ausgewählte Smart-Home-Komponenten von Philips Hue, Tado und Nest dazubuchen und diese monatlich abbezahlen. Langfristig soll eine Steuerzentrale folgen, die alle Smart-Home-Geräte anbindet. Update 11.10: Ein Gerät Ihrer Wahl gibt es für ein Jahr gratis.

Update 11.10.: Herbstangebote: 1 Smart-Home-Gerät 1 Jahr gratis

E.on hat für die Smart-Home-Komponenten die Preise gesenkt. Die neuen Angebote gelten bis zum 31. Dezember 2017. Wer unter eonplus.de einen Strom- oder Erdgasvertrag mit 24 Monaten Laufzeit wählt, erhält zum Beispiel eines von drei Starterkits von Tado im ersten Jahr kostenlos. Ab dem 2. Jahr fallen dann aber zwölf monatliche Teilzahlungen an. Die gleichen Konditionen gelten auch für die anderen Smart-Home-Geräte, also beispielsweise Philips Hue oder Nest. Wichtig: Nur ein Smart-Home-Gerät Ihrer Wahl (Hue, Tado, Nest) pro Energievertrag gibt es ein Jahr kostenlos, für ein eventuell dazu gewähltes zweites Gerät (Hue, Tado, Nest) zahlen Sie ab dem ersten Nutzungsmonat.

Update Ende

Der Energieversorger E.on hat im Juli 2017 mit E.on Plus ein neues Tarifsystem für Strom und Gas gestartet. Und packt dazu ausgewählte Smart-Home-Systeme wie Philips Hue oder Tado. Das soll die Hürde für den Einstieg in das Smart Home senken.

Ob und wie viel Sie mit den Strom- und Gas-Tarifen von E.on Plus Geld sparen, das sei einmal dahin gestellt. E.on dürfte mit ziemlicher Sicherheit nicht der günstigste Anbieter sein. Wie immer sollten Sie beim Tarifwechsel sorgfältig die Angebote der einzelnen Lieferanten an Ihrem Wohnort vergleichen, beispielsweise mit unserem Preisvergleich für Stromanbieter und für Gasanbieter.

Preisvergleich Stromanbieter

Preisvergleich Gasanbieter

E.on will aber mit seinem neuen Tarifmodell dem Kunden besonders viele Auswahlmöglichkeiten bieten. So können Sie beispielsweise festlegen, ob Sie ausschließlich Öko-Strom beziehen wollen oder ob Sie Wert auf eine Preisgarantie legen. Zudem stehen unterschiedliche Laufzeiten zur Auswahl. Vor allem aber bietet E.on Smart-Home-Produkte ausgewählter Hersteller als Ergänzung zu den Strom- und Gastarifen an.

Der Vorteil für den Kunden soll hierbei darin bestehen, dass er nicht auf einen Schlag einen größeren Betrag beispielsweise für das Philips Hue Starterset ausgeben muss, sondern dieses in monatlichen Raten abbezahlen kann. Im Endeffekt kommt das den Kunden unter Umständen aber doch teurer. Denn das Philips Hue Weiß und Farbe Ambiance Starter Set mit drei LEDs kostet auf Amazon knapp 157 Euro, wohingegen der E.on-Kunde dafür 12 Monate lang jeweils 15 Euro bezahlt. Also im Endeffekt 180 Euro! Und der Strom kostet natürlich noch bei E.on Plus extra. Allerdings liegt dem Hue-Set bei E.on noch ein Dimmer bei, der einzeln auf Amazon knapp 22 Euro kostet. Sofern der Kunde diesen Dimmer ebenfalls möchte, kommt er preislich bei E.on auf die gleichen Kosten wie bei Amazon. Hinweis: Dieser Dimmer wird bei dem Angebot auf der E.on-Plus-Seite derzeit (Stand: 19.7.2017) nicht erwähnt und auch nicht abgebildet. Er ist laut der E.on-Pressestelle aber definitiv Gegenstand des Angebots.

Anders sieht es dagegen mit den Tado-Thermostat-Starter-Kits aus, die bei E.on in Kombination mit einem Tarif immer weniger kosten als auf dem freien Markt. Wenn Sie mehrere Komponenten bündeln, gibt E.on einen kleinen zusätzlichen Rabatt.

Zum Start waren lediglich Philips Hue und Tado mit an Bord. E.on will die Zahl der kooperierenden Smart-Home-Anbieter bis zum Jahresende aber hochfahren. E.on Plus soll mehr als 60 Kombinationen aus Strom- und Gas-Tarifen und Smart-Home bieten. Angebote zu Solaranlagen oder zur Elektromobilität runden die Energie-Tarife ab.

Nest-Geräte lassen sich zubuchen

E.on hat im Oktober 2017 auch Nest in das Smart-Home-Angebot von E.on Plus aufgenommen. Neben dem Rauch- und Kohlenmonoxidmelder Nest Protect sind auch die Kamerasysteme Nest Cam Indoor, Nest Cam IQ und Nest Cam Outdoor im Rahmen von Eonplus erhältlich. Die beiden Nest-Thermostate sind dagegen in Deutschland generell nicht erhältlich. Denn die Funktion der Nest-Thermostate ist für den US-Markt und die dort übliche Bauweise der Häuser zugeschnitten.

Wie bei eonlus üblich kosten die einzelnen Nest-Geräte etwas weniger als die UVP. Sie stottern die Nest-Geräte zudem in 12 Monatsraten ab. Bei Philips Hue, das mit Vorstellung des neuen Tarifs im Juli 2017 von Anfang an dabei war, kamen einige neue
Lampen, Tischleuchten und Lightstrips hinzu.

Eine Steuerzentrale für das ganze Smart Home

E.on plant zudem den E.on-Plus-Kunden ein zentrales Smart-Home-Gateway für alle Smart-Home-Geräte anzubieten. Derzeit laufe dazu die Evaluationsphase, E.on prüft unterschiedliche Hardware-Lösungen. Wenn irgendwann in der Zukunft die Entscheidung für ein konkretes Modelle gefallen ist, dann soll diese Smart-Home-Steuerzentrale viele unterschiedliche Funkprotokolle unterstützen und somit mit den diversen Smart-Home-Geräten kommunizieren können. Der Kunde benötigt dann nicht mehr für jede Produktfamilie ein separates Gateway – beispielsweise eines für Philips Hue und eines für Tado – sondern nur noch ein Gerät, das mit dem Router verbunden wird und sich dann mit allen unterstützten Smart-Home-Geräten verbindet. Zum Start von E.on Plus gibt es dieses zentrale Gateway aber noch nicht. Anders dagegen Amazon: Der Online-Versandriese hat mit Echo Plus bereits ein Hersteller-übergreifendes Gateway für Philips Hue und Zigbee-Geräte vorgestellt.

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